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Die Monikins

Neu übersetzt und mit einem Nachwort versehen von Robert Becker und Wolfgang Breidenstein

James Fenimore Cooper

Edited By Robert Becker and Wolfgang Breidenstein

Eine kluge, politische Satire voll bitterer Wahrheiten und fast schon prophetischer Voraussicht in die gesellschaftspolitische Entwicklung unserer Zeit, geschrieben von James Fenimore Cooper, dem Autor der Lederstrumpf-Romane. Die immer noch Gültigkeit besitzende Gesellschafts- und Wirtschaftskritik dieser Fabel befasst sich mit den Eitelkeiten der Menschen, dem Streben nach Macht und Geld, der Globalisierung und der AbsurditGeld, der Globalisierung und der Absurdität fremdartiger Gebräuche. Cooper stellt mit ihr auch die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den USA und Großbritannien heraus. Er nimmt beide Länder kritisch unter die Lupe und legt den schriftstellerischen Finger genau in die Wunde des jeweiligen Nationalstolzes. Es ist sein philosophischstes, aber auch unbekanntestes Werk.

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Neuntes Kapitel: Beginn der Wunder, die hinsichtlich ihrer Wahrheit umso außerordentlicher sind

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99 des Hotels erhalten, aber die Familie der liebenswürdigen Fremden war schnell im Vorzimmer eingeschlafen. Sie hatte, wie mir versichert wurde, ordentlich zu Abend gegessen und gab sich nun einem glücklichen, aber begrenzten Vergessen – um die Situation vornehm zu umschreiben – all ihres Leidens hin. Zufrieden mit diesem Stand der Dinge suchte ich nun auch mein Kissen auf oder, zufolge eines Lieblingsausdrucks Noah Pokes, auch ich »drehte bei«. Neuntes Kapitel Beginn der Wunder, die hinsichtlich ihrer Wahrheit umso außerordentlicher sind Ich darf sagen, dass ich eine volle Stunde lang wach lag, bevor der Schlaf mir die Augen schloss. Während dieser Zeit hatte ich reichlich Ge- legenheit, den Vorgang zu verstehen, den man ‘tätige Gedanken’ nennt. Meine waren fiebernd, glühend und ruhelos. Sie wanderten über ein wei- tes Feld; einer beinhaltete Anna in ihrer Schönheit, ihrer milden Wahr- heit, ihrer weiblichen Sanftheit und ihrer weiblichen Grausamkeit, Kapi- tän Poke und seine eigentümlichen Ansichten, die liebenswerte Familie der Vierfüßer und ihre verletzten Gefühle, die Vortrefflichkeit des sozialen Anteilsystems; kurz, den größten Teil dessen, was ich während der letzten vierundzwanzig Stunden gesehen und gehört hatte. Als der Schlaf lang- sam kam, überraschte er mich gerade in dem Augenblick, in welchem ich bei mir schwor, meine herzlose Geliebte zu vergessen und den übrigen Teil meines Lebens der Verbreitung der Lehre von dem expansive-super- human-generalized-affection-principle zu widmen, dem gänzlichen Aus- schluss aller begrenzten und eigennützigen Ansichten, und in welchem ich...

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