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Die Monikins

Neu übersetzt und mit einem Nachwort versehen von Robert Becker und Wolfgang Breidenstein

James Fenimore Cooper, Robert Becker and Wolfgang Breidenstein

Eine kluge, politische Satire voll bitterer Wahrheiten und fast schon prophetischer Voraussicht in die gesellschaftspolitische Entwicklung unserer Zeit, geschrieben von James Fenimore Cooper, dem Autor der Lederstrumpf-Romane. Die immer noch Gültigkeit besitzende Gesellschafts- und Wirtschaftskritik dieser Fabel befasst sich mit den Eitelkeiten der Menschen, dem Streben nach Macht und Geld, der Globalisierung und der AbsurditGeld, der Globalisierung und der Absurdität fremdartiger Gebräuche. Cooper stellt mit ihr auch die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den USA und Großbritannien heraus. Er nimmt beide Länder kritisch unter die Lupe und legt den schriftstellerischen Finger genau in die Wunde des jeweiligen Nationalstolzes. Es ist sein philosophischstes, aber auch unbekanntestes Werk.

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Zehntes Kapitel: Verhandlungen, in denen menschlicher Scharfsinn gänzlich beschämt und menschliche Findigkeit als eine Eigenschaft von sehr sekundärem Rang gezeigt wird

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110 dig war; und dann wurden den Dienstboten die notwendigen Befehle gegeben, die nebenher gesagt, unter dem Einfluss der gewöhnlichen und gemeinen Vorurteile gegenüber der Monikinfamilie verblieben, welche unter den Menschen ziemlich allgemein vorherrschten. Bevor ich mich jedoch von meinem neuen Freund, Doktor Reasono, verabschiedete, nahm ich ihn zur Seite und sagte ihm, dass ich einen Be- kannten im Hotel hätte, einen Mann von eigenartiger Philosophie, nach Menschenart, der ein großer Reisender sei, und dass ich um Erlaubnis bä- te, ihn zu unserem beabsichtigten Vortrag über das Wirtschaftssystem der Monikins zuzulassen und als Zuhörer mitbringen zu dürfen. Dieser Bitte stimmte Nr. 22.817, Braun Trübsinns-Farbe oder Doktor Reasono sehr herzlich zu, indem er zugleich taktvoll seine Erwartung andeutete, dass dieser neue Zuhörer, der natürlich niemand anders als Kapitän Noah Poke war, es nicht als Herabsetzung seiner Männlichkeit ansehen würde, wenn er auf das Zartgefühl der Damen Rücksicht nähme und in den Gewändern jener einzigen bescheidenen und ehrbaren Schneiderin und Näherin, der Natur nämlich, erschiene. Diesem Vorschlag gab ich sogleich meine direk- te Einwilligung, woraufhin ein jeder, nach den üblichen Grüßen durch Verbeugen und Schweifschwingen und dem gegenseitigen Versprechen, zur Zusammenkunft pünktlich zu sein, seines Wegs ging. Zehntes Kapitel Verhandlungen, in denen menschlicher Scharfsinn gänzlich beschämt und menschliche Findigkeit als eine Eigenschaft von sehr sekundärem Rang gezeigt wird Mr. Poke hörte sich meine Darstellung von allem, was...

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