Show Less

Grammatik im Text und im Diskurs

Series:

Edited By Mariola Wierzbicka and Zdzislaw Wawrzyniak

In diesem Band werden Beiträge präsentiert, die Einblicke in den aktuellen Stand der Forschung zur Grammatik im Text und im Diskurs in ihrem breiten Spektrum vermitteln sollen. In den einzelnen Beiträgen, in denen ausgewiesene Linguisten aus Deutschland, Polen, Tschechien und Ungarn verschiedene kontroverse Aspekte der Beschreibung von grammatischen Strukturen in der deutschen Sprache und ihre Kontrastierung mit anderen Sprachen wie Polnisch, Ungarisch und English aufgreifen und aus eigener Perspektive beleuchtet haben, werden Untersuchungsergebnisse dokumentiert, die für einen weit gefassten Umfang der behandelten Fragen in besonderer Weise repräsentativ sind. Es offenbaren sich dabei viele Standpunkte, die allesamt zur Erweiterung des Wissenshorizonts beitragen und dazu verhelfen können, unterschiedliche linguistische Herangehensweisen kennen zu lernen.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

II. Grammatische Untersuchungen

Extract

Ewa Cwanek-Florek, Rzeszów Zu Relationen zwischen den Konstituenten … der pragmaverständlichen Adjektiv-Zusammensetzungen in der geschriebenen und gesprochenen Sprache 1. Einleitung Um die Frage beantworten zu können, in wie weit sich einzelne Aspekte der gespro- chenen und der geschriebenen Sprache voneinander unterscheiden, werden im Artikel zwei völlig verschiedene Korpora zusammengestellt: zum einen der Text einer bekannten Fritz von Herzmanovsky-Orlandos1 Erzählung Der Gaulschreck im Rosennetz2 (GR), zum anderen das in Wortbildung in gesprochener Sprache. 1 Fritz von Herzmanovsky-Orlando (1877 Wien – 1954 Rametz bei Meran), ein österreichischer Schriftsteller und Zeichner, zuerst als Architekt tätig, veröffentlichte zu Lebzeiten sehr wenig. Sein umfangreiches schriftstellerisches Werk wurde erst postum dank der von Friedrich Torberg veranstalteten Gesamtausgabe bekannt. Das Schaffen des Autors von u. a. Gaulschreck im Rosen- netz charakterisiert treffend David Axmann in einem Gelegenheitsartikel zum 50. Todestag des Schriftstellers mit folgenden Worten: „Auf seinen Gedankengängen durch eine in blauer Vorzeit entsprungene und, wie er glaubte, immer noch fortwährende Lebenswirklichkeit drang Herzmanovsky-Orlando in bizarre, skurrile Traumbilder eines geheimnisvollen, ja mystischen Österreich ein. Er war nämlich zutiefst über- zeugt, dass die Antike, die große heidnische Welt, die alte Mythologie durch den Einbruch der christlichen Lehre in die abendländische Gesellschaft nicht restlos untergegangen sei. Die uralten Mythen lebten im Werk Herzmanovskys auf wundersam verblüffende Weise weiter fort. Österreich als Haupterbe der griechischen Geisteswelt sollte im Zentrum einer, allerdings unvollendet geblie- benen, Trilogie stehen, von welcher nur der erste Teil, ‹Der Gaulschreck im Rosennetz›, noch zu Lebzeiten...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.