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Grammatik im Text und im Diskurs

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Edited By Mariola Wierzbicka and Zdzislaw Wawrzyniak

In diesem Band werden Beiträge präsentiert, die Einblicke in den aktuellen Stand der Forschung zur Grammatik im Text und im Diskurs in ihrem breiten Spektrum vermitteln sollen. In den einzelnen Beiträgen, in denen ausgewiesene Linguisten aus Deutschland, Polen, Tschechien und Ungarn verschiedene kontroverse Aspekte der Beschreibung von grammatischen Strukturen in der deutschen Sprache und ihre Kontrastierung mit anderen Sprachen wie Polnisch, Ungarisch und English aufgreifen und aus eigener Perspektive beleuchtet haben, werden Untersuchungsergebnisse dokumentiert, die für einen weit gefassten Umfang der behandelten Fragen in besonderer Weise repräsentativ sind. Es offenbaren sich dabei viele Standpunkte, die allesamt zur Erweiterung des Wissenshorizonts beitragen und dazu verhelfen können, unterschiedliche linguistische Herangehensweisen kennen zu lernen.

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III. Kontrastive Untersuchungen

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Paweł Bąk, Rzeszów Grammatisch überflüssig oder lexikalisch komplementär? Vorüberlegungen zur kontrastiven Betrachtung von Tautologie und Pleonasmus im Deutschen und im Polnischen 1. Vorbemerkungen Verschiedene Formen des Doppeltsagens1 werden auf einigen Ebenen der Sprache und in unterschiedlichen Bereichen der Linguistik verzeichnet. In vielerlei sprach- theoretischen Kontexten, u.a. in Arbeiten zu morphosyntaktischen, pragmatischen und textlinguistischen Aspekten, fernerhin in Untersuchungen zur Stilkunde, Rhe- torik etc. wird die Problematik der Wiederholung, Anhäufung, Redundanz und des Nebeneinanders von beinahe allen grammatischen Kategorien – mit verschiede- ner Funktion und Wirkung – zur Sprache gebracht. Derartige Aspekte schließen vieles ein, besonders jedoch die Probleme der Morphologie, Syntax, Semantik, Lexik, Phonologie sowie Pragmatik.2 Das Interesse für Wiederholungen und das Überflüssige in der Sprache be- steht schon seit Langem. Nicht immer kommt es jedoch unter Anwendung der Begriffe Tautologie und Pleonasmus zum Ausdruck,3 es sei denn, es wird in beiläufig-spontanen Zusammenhängen, in populärwissenschaftlichen Publikatio- nen oder außerhalb der wissenschaftlichen Praxis artikuliert. In der letzten Zeit ist die Präsenz der Thematik Pleonasmus und Tautologie besonders in populärwissen- schaftlichen sowie publizistischen Texten (s. z.B. Schneider 1998:85 ff. oder Sick 2007:29 ff.) zu verzeichnen.4 Unter dem Begriff Pleonasmus können jedoch nicht nur allgemeine Probleme der Rhetorizität oder des fehlerhaften Sprachgebrauchs, sondern auch Aspekte sprachtypologischer Natur, dabei morphosyntaktische und 1 Unter diesem Terminus werden im Zusammenhang mit Isomorphie und Spielarten des Wieder- holens, die Emphase, die Tautologie und der Pleonasmus erfasst (s. Hofmann 2009:1536f...

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