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Promptuarium ecclesiasticum medii aevi

Umfassendes Nachschlagewerk der mittelalterlichen Kirchensprache und Theologie- Unter Mitarbeit von Nicolai Clarus

Bernd-Ulrich Hergemöller

Dieses Buch bezieht die Teilbereiche der kirchlichen Personalstruktur, ihrer Hierarchie, ihrer weltlichen Macht und Herrschaft, der theologischen Wissenschaft, des mittelalterlichen Kirchenrechts, der Rhetorik und Urkundenlehre, der Hagiographie und des Bereichs der kirchlichen Baukunst, Malerei und Plastik mit ein. Unter Anführung aussagekräftiger Belegzitate werden die zentralen Begriffe zur mittelalterlichen Theologie und Kirche in diesem Nachschlagewerk gebündelt und ins Neuhochdeutsche übersetzt.

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Einleitung - Introductio

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Introductio VERNACULA LINGUA SCRIPTA SIVE EINLEITUNG: Der Begriff 'Promptuarium', "die Vorratskammer", "das Warenlager", scherzhaft auch "das Gefängnis", ein in Spätmittelalter und Frühneuzeit beliebter Titel für ho- miletische, hagiographische oder medizinische Sammelwerke, soll zum Ausdruck bringen, daß sich das vorliegende alphabetische Opus in spezifischer Weise von den aktuell zur Verfügung stehenden Lexika und Wörterbüchern unterscheidet. Die das Mittelalter (grob, die tausend Jahre von 500 bis 1500) betreffenden la- teinischen Wörterbücher, vom "DuCange" über "den Georges" bis zu dem "Mit- tellateinischen Wörterbuch bis zum ausgehenden 13. Jahrhundert" der Bayerischen Akademie der Wissenschaften oder dem zweibändigen "Mediae Latinitatis Lexicon Minus" von J. F. Niermeyer und C. van de Kieft, besitzen bei allen Unterschieden notwendigerweise drei vergleichbare Eigenschaften, die der gezielten Information über kirchen-, religions-, und theologiebezogene Begriffe eher abträglich denn för- derlich sind: Sie sind zum ersten in ihrer Grundstruktur an der Matrix der klassischen Philologie orientiert und bewegen sich somit primär "innerhalb dieser Welt". Damit wird automatisch ein großer Teil der kirchlich-theologischen Begriffe (die häufig durch die Kombination mehrerer Vokabeln gebildet werden) ausgeblendet. Dies gilt in verschärftem Maße für die Masse der Neubildungen des 14. und 15. Jahrhunderts, die in dem vorhandenen lexigraphischen Bestand am stärksten unterrepräsentiert ist (und in vorliegendem Werk umso mehr "rehabilitiert" wird). Es kommt zweitens hinzu, daß die "weltliche" Bedeutung einer Sache nur selten mit der metaphorischen oder typologischen übereinstimmt, die den biblisch-religiösen und metaphysischen Ph...

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