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Sprache und Kultur im Spiegel der Rezension

Ausgewählte Beiträge der GeFoText-Konferenz vom 29.9. bis 1.10.2010 in Vaasa

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Edited By Mariann Skog-Södersved, Christoph Parry and Michael Szurawitzki

Die Rezension stellt aus literatur- und kulturwissenschaftlicher wie auch aus linguistischer Sicht ein vielseitiges Forschungsfeld dar. Auch wenn sie nur über Werke der Literatur und der verwandten Künste informieren will, reflektiert die Rezension mit ihren Wertungen und Argumentationen die Werte und Prioritäten der Gesellschaft. Als konventionalisierte Textsorte geben Rezensionen über sprachliche Mechanismen gesellschaftlichen Handelns und, dank ihrer grundsätzlichen Vergleichbarkeit, über Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen Kulturen Aufschluss. Dieser Band versammelt ausgewählte Beiträge einer Tagung in Vaasa 2010, die einen interdisziplinären und transnationalen Zugang zum Phänomen der Rezension suchte.

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Ursula Udd: Welche Funktion haben fremde Autoren- und Werknamen in Rezensionen? Eine Untersuchung am Beispiel von Rezensionen zu Werken Matthias Zschokkes

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Ursula Udd Welche Funktion haben fremde Autoren- und Werknamen in Rezensionen? Eine Untersuchung am Beispiel von Rezensionen zu Werken Matthias Zschokkes Beim Lesen von literarischen Rezensionen stößt man immer wieder auf Namen und Werke anderer Autoren als die des rezensierten. Das rezensierte Werk und dessen Autor werden auf diese Weise ständig mit anderen Autoren und deren Werken in Verbindung gesetzt und verglichen. Nach Thomas Anz (2004a, 218) gehören solche Verbindungen und Vergleiche „zu einer Reihe fester, frei kombi- nierbarer“ Bestandteile einer Rezension. Wie aber sehen solche Verbindungen und Vergleiche in der Praxis aus und was wird damit erreicht? Um diese Fragen zu beantworten, habe ich 33 Rezensionen (s. Primärliteratur) zu vier Werken des Autors Matthias Zschokke1 (Zschokke 1995; 2002; 2008a; 2008b) näher unter- sucht und als Grundlage der vorliegenden Analyse die Bezüge zu anderen Au- toren und anderen Werken exzerpiert. Die dafür verwendeten Rezensionen stammen aus 12 verschiedenen schweizerischen und deutschen Zeitungen und Zeitschriften. Als erstes Resultat kann einleitend bereits festgestellt werden, dass in nur sechs von den insgesamt 33 Rezensionen meines Untersuchungsmaterials keine anderen Autoren oder Werke anderer Autoren erwähnt oder Bezüge zu solchen hergestellt werden (s. Bachmann 2008; Bussmann 1995; Cornu 1995; Guetg 2009; Henneberg 2009 und Lahme 2009). Damit bestätigt sich einerseits die Häufigkeit des Vorkommens von Verbindungen und Vergleichen mit anderen Autoren und Werken, andererseits bestätigt sich die These von Anz (2004b, 226), dass die „Bestandteile […] in der Praxis […] auch weggelassen werden“2 k...

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