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Der Mensch und seine Sprachen

Festschrift für Professor Franciszek Grucza- Unter Mitarbeit von Ewa Bartoszewicz, Monika Płużyczka und Justyna Zając

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Edited By Magdalena Olpinska-Szkielko, Sambor Grucza, Zofia Berdychowska and Jerzy Zmudzki

Diese Festschrift ist Ausdruck der Anerkennung für das monumentale Werk und die allseitige Leistung von Professor Dr. Franciszek Grucza. Der hervorragende Wissenschaftler, Linguist von Weltformat, Lehrmeister für Generationen von polnischen Germanisten und Linguisten, unvergleichlicher Organisator und Integrator der polnischen Germanistik, Begründer der Angewandten Linguistik und Translatorik in Polen, spiritus movens von zahlreichen wissenschaftlichen Initiativen, Mittler zwischen Deutschland und Polen und einer der größten Germanisten Polens, erfreut sich in diesem Jahr seines 75. Geburtstages. Dieser Anlass vereinigte viele namhafte Wissenschaftler aus der ganzen Welt und aus unterschiedlichen Forschungsrichtungen, um Professor Grucza mit ihren Beiträgen zu ehren.

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Zur Etymologie des polnischen Wortes „szlachta“. Tomasz Czarnecki

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Zur Etymologie des polnischen Wortes „szlachta“ Tomasz Czarnecki (Warszawa) Im vorliegenden Artikel unternimmt der Verfasser den Versuch (trotz bisher herr- schenden verschiedenen Etymologien des Terminus szlachta: Czarnecki 1999: 113, Czarnecki 2010; Bogucki 2001. Bogucki 2003, Bory� 2005, Brückner 1989, D�ugosz- Kurczabowa 2008, Szajnocha 1876a), noch einmal eine eingehende Charakteristik der Entlehnungsprozesse des polnischen Wortes szlachta aus dem Deutschen darzustellen, um auf diese Weise besser Eigentümlichkeiten des Sprachkontaktes der beiden Spra- chen insbesondere im interkulturellen Aspekt – kennenzulernen. 1. Die Entlehnung des Wortes szlachta ist nur auf Grund eines recht komplexen Sprachkontaktes des Deutschen mit dem Polnischen zu verstehen: Der Terminus ist aus dem Deutschen ins Polnische mit Vermittlung des Tschechischen nicht auf dem Wege einer enmaligen Entlehnung gekommen, wie die meisten Etymologen (dazu: Czarnecki 1999: 113, Czarnecki 2010) behaupten, sondern seine Übernahme ist nur als eine Reihe von komplizierten Entlehnungsprozessen zu verstehen, die in einer längere Zeit dauernden Periode von der Ausgangssprache Deutsch über die Sprache Tschechisch in die Zielsprache Polnisch erfolgt sind. Man kann eine solche Über- nahme des Wortes als eine mehrfache Entlehnung auffassen (Czarnecki 2008, Czarnecki 2011). Den polnischen Terminus szlachta muss man als ein Lehnwort interpretieren, das auf dem Wege aus den deutschen Gebieten über Böhmen und über Schlesien (mit drei Sprachen in diesem Land: Tschechisch / Deutsch / Pol- nisch) in das polnische Gebiet (Großpolen – Masovien – Kleinpolen) gelangt ist. Bei der Übernahme des Wortes haben sich mehrere Abarten der drei Sprachen be- teiligt (Czarnecki 2010): a) das süddeutsche (bairische...

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