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Der Mensch und seine Sprachen

Festschrift für Professor Franciszek Grucza- Unter Mitarbeit von Ewa Bartoszewicz, Monika Płużyczka und Justyna Zając

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Magdalena Olpinska-Szkielko, Sambor Grucza, Zofia Berdychowska and Jerzy Zmudzki

Diese Festschrift ist Ausdruck der Anerkennung für das monumentale Werk und die allseitige Leistung von Professor Dr. Franciszek Grucza. Der hervorragende Wissenschaftler, Linguist von Weltformat, Lehrmeister für Generationen von polnischen Germanisten und Linguisten, unvergleichlicher Organisator und Integrator der polnischen Germanistik, Begründer der Angewandten Linguistik und Translatorik in Polen, spiritus movens von zahlreichen wissenschaftlichen Initiativen, Mittler zwischen Deutschland und Polen und einer der größten Germanisten Polens, erfreut sich in diesem Jahr seines 75. Geburtstages. Dieser Anlass vereinigte viele namhafte Wissenschaftler aus der ganzen Welt und aus unterschiedlichen Forschungsrichtungen, um Professor Grucza mit ihren Beiträgen zu ehren.

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„Weltwissen“ und Lesekompetenz. Historischer Wandel und Textrezeption. Hartmut Eggert

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„Weltwissen“ und Lesekompetenz. Historischer Wandel und Textrezeption Hartmut Eggert (Berlin) Der Begriff „Lesekompetenz“ ging im Jahre 2000 in den allgemeinen öffentlichen Sprachgebrauch in Deutschland über. Was bis dahin allenfalls ein Wort in der Fachsprache von Pädagogen und Leseforschern gewesen war, bekam nun den Sta- tus eines Signalwortes in einer Debatte über die „Krise der Lesekultur“. Mit der Veröffentlichung der PISA-Studie zur Lesekompetenz, an der 50.000 deutsche 15- jährge Schülerinnen und Schüler teilgenommen hatten, schien ein Zentralnerv des deutschen Bildungsbürgertums getroffen zu sein: Die Studie hatte ergeben, dass die getesteten Jugendlichen im internationalen Vergleich über unterdurchschnittliche Lesekompetenzen verfügten. Wenn die Lesekompetenz in der Bevölkerung so ab- nehme, wie diese Generation anzeige, dann könnten alle Bemühungen der Verlage, des Buchhandels, der „Stiftung Lesen“ etc. in der Mediengesellschaft vergeblich sein, die Buchkultur für die Zukunft zu retten. (Dass die gleichen Jugendlichen des repräsentativen Samples bei den Tests zur mathematischen und naturwissenschaft- lichen Grundbildung nicht besser, sondern zum Teil schlechter als die Gleichaltri- gen anderer Länder abgeschnitten hatten, erregte nicht so sehr wie die Befunde zur Lesekompetenz.) Was kratzte am Selbstbild einer bildungsbewussten Öffentlichkeit des Landes der „Dichter und Denker“, dass die Bildungskatastrophe ausgerufen wurde? Ein Viertel der getesteten 15-jährigen verfügte trotz 9-jähriger Schulzeit über äußerst geringe Lese- (und Schreib-) Kompetenzen; und das Gesamtergebnis aller Testteil- nehmer lag an 22. Stelle von 32 Ländern, die an dieser OECD-Studie teilgenom- men hatten. Die Ursachen für dieses...

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