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Der Mensch und seine Sprachen

Festschrift für Professor Franciszek Grucza- Unter Mitarbeit von Ewa Bartoszewicz, Monika Płużyczka und Justyna Zając

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Magdalena Olpinska-Szkielko, Sambor Grucza, Zofia Berdychowska and Jerzy Zmudzki

Diese Festschrift ist Ausdruck der Anerkennung für das monumentale Werk und die allseitige Leistung von Professor Dr. Franciszek Grucza. Der hervorragende Wissenschaftler, Linguist von Weltformat, Lehrmeister für Generationen von polnischen Germanisten und Linguisten, unvergleichlicher Organisator und Integrator der polnischen Germanistik, Begründer der Angewandten Linguistik und Translatorik in Polen, spiritus movens von zahlreichen wissenschaftlichen Initiativen, Mittler zwischen Deutschland und Polen und einer der größten Germanisten Polens, erfreut sich in diesem Jahr seines 75. Geburtstages. Dieser Anlass vereinigte viele namhafte Wissenschaftler aus der ganzen Welt und aus unterschiedlichen Forschungsrichtungen, um Professor Grucza mit ihren Beiträgen zu ehren.

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Über helfende Frauen in den polnischen Volksmärchen aus Masowien. Katarzyna Grzywka

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Über helfende Frauen in den polnischen Volksmärchen aus Masowien Katarzyna Grzywka (Warszawa) 1. Vorbemerkungen Der typische Märchenheld ist ein Hilfsbedürftiger, der die Hilfe braucht, um sein Ziel zu erreichen und somit seinen Wert als Mensch zu beweisen und in vielerlei Hinsicht aufzusteigen. Und dieser Hilfsbedürftigkeit haftet weder etwas Negatives noch Herabsetzendes an, denn nur dem Helden wird im Märchen geholfen, was heißt: nur er erweist sich der Hilfe würdig und nur er ist zu jedem Kontakt, auch mit der Sphäre des Übernatürlichen, Numinosen, bereit, der er ohne Angst, ohne Bewun- derung, beinahe emotionslos begegnet. Und darin äußert sich nicht nur seine – wie es einst Max Lüthi formulierte – ‚Eindimensionalität’ (1997: 8), sondern gleichzeitig auch die ‚Isolation und Allverbundenheit’, denn „leicht, wie selbstverständlich, fin- det der Held den Kontakt mit beliebig vielen Helfern. Zugleich aber spiegelt die Ga- be die Isoliertheit des Helden. Seine Verbindung nach außen ist keine direkte und dauernde, sondern wird getragen durch die Gabe, mit Vorliebe eine scharf sichtbare, isolierte Dinggabe, die sich nicht mit ihm vereinigt, sondern die er als etwas Äußerli- ches empfängt, verwendet und nachher wieder weglegt“ (1997: 53 f.). Das Ziel des vorliegenden Beitrages ist es, die drittgrößte Gruppe der hilfsrei- chen Gestalten in den von Oskar Kolberg herausgegebenen Volksmärchen aus Ma- sowien, nämlich die helfenden Frauen, unter die Lupe zu nehmen1 und dabei die Antwort auf zwei Hauptfragen zu finden: erstens wem und zweitens...

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