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Der Mensch und seine Sprachen

Festschrift für Professor Franciszek Grucza- Unter Mitarbeit von Ewa Bartoszewicz, Monika Płużyczka und Justyna Zając

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Magdalena Olpinska-Szkielko, Sambor Grucza, Zofia Berdychowska and Jerzy Zmudzki

Diese Festschrift ist Ausdruck der Anerkennung für das monumentale Werk und die allseitige Leistung von Professor Dr. Franciszek Grucza. Der hervorragende Wissenschaftler, Linguist von Weltformat, Lehrmeister für Generationen von polnischen Germanisten und Linguisten, unvergleichlicher Organisator und Integrator der polnischen Germanistik, Begründer der Angewandten Linguistik und Translatorik in Polen, spiritus movens von zahlreichen wissenschaftlichen Initiativen, Mittler zwischen Deutschland und Polen und einer der größten Germanisten Polens, erfreut sich in diesem Jahr seines 75. Geburtstages. Dieser Anlass vereinigte viele namhafte Wissenschaftler aus der ganzen Welt und aus unterschiedlichen Forschungsrichtungen, um Professor Grucza mit ihren Beiträgen zu ehren.

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Zur Deutung der Arbeitin G. W. F. Hegels „Phänomenologie des Geistes“ (1807):die Dialektik von „Herr und Knecht“. Rolf-Dieter Kluge

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Zur Deutung der Arbeit in G. W. F. Hegels „Phänomenologie des Geistes“ (1807): die Dialektik von „Herr und Knecht“ Rolf-Dieter Kluge (Warszawa) Obwohl die Arbeit eine der wichtigsten Handlungsweisen zur Sicherung der Exi- stenz des Menschen und Befriedigung seiner lebensnotwendigen Bedürfnisse dar- stellt, hat sie erstaunlich wenig Beachtung in der Geschichte des europäischen philo- sophischen (und theologischen) Denkens gefunden. Wenn von „Arbeit“ die Rede war, dann fast ausschließlich als von einem negativen Phänomen, von „Mühsal, Fron und Not“, wie der mhd. Begriff „arebeit“ ins Neuhochdeutsche zu übersetzen ist. In der Antike wurde über (körperliche) Arbeit wenig nachgedacht, sie war Sa- che der Sklaven und wurde im Unterschied zur politischen, wissenschaftlichen und künstlerischen Tätigkeit als eines freien Menschen unwürdig angesehen, bei Hesiod (700 n. Chr.) ist die Arbeit im „eisernen Zeitalter“ eine Buße, durch die der Mensch seine notwendigen Bedürfnisse stillt und durch besonderen Fleiß sein Ansehen bei den Göttern zurückgewinnen oder vermehren kann; in Vergils (70 v. Chr.-19 v. Chr.) Dichtung „Georgica“ erscheint die Arbeit eher als eine göttliche List, um den Erfindungsgeist des Menschen im Niederringen der widerspenstigen Natur anzu- stacheln und ihn auf den Weg der Kultur zu führen. Im Alten Testament ist die Ar- beit der Sünde Sold. Von einem höheren, humanisierenden Sinn der Arbeit ist in der Bibel keine Rede. Auch die dem Heiligen Benedikt von Nursia (6. Jh.) zuge- schriebene Klosterregel „ora et labora“ versteht Arbeit als...

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