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Der Mensch und seine Sprachen

Festschrift für Professor Franciszek Grucza- Unter Mitarbeit von Ewa Bartoszewicz, Monika Płużyczka und Justyna Zając

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Magdalena Olpinska-Szkielko, Sambor Grucza, Zofia Berdychowska and Jerzy Zmudzki

Diese Festschrift ist Ausdruck der Anerkennung für das monumentale Werk und die allseitige Leistung von Professor Dr. Franciszek Grucza. Der hervorragende Wissenschaftler, Linguist von Weltformat, Lehrmeister für Generationen von polnischen Germanisten und Linguisten, unvergleichlicher Organisator und Integrator der polnischen Germanistik, Begründer der Angewandten Linguistik und Translatorik in Polen, spiritus movens von zahlreichen wissenschaftlichen Initiativen, Mittler zwischen Deutschland und Polen und einer der größten Germanisten Polens, erfreut sich in diesem Jahr seines 75. Geburtstages. Dieser Anlass vereinigte viele namhafte Wissenschaftler aus der ganzen Welt und aus unterschiedlichen Forschungsrichtungen, um Professor Grucza mit ihren Beiträgen zu ehren.

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„Aus fremden Sprachen – Hebe! hebe selbst die Hindernisse“ aus der „Neugriechischen Liebe-Skolien-Abteilung“ von Johann Wolfgang von Goethe in der Vertonungder Dichterin Annette von Droste-Hülshoff. Lech Kolago

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„Aus fremden Sprachen – Hebe! hebe selbst die Hindernis- se“ aus der „Neugriechischen Liebe-Skolien-Abteilung“ von Johann Wolfgang von Goethe in der Vertonung der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff Lech Kolago (Warszawa) 1. Das Gedicht handelt vom heroischen Freiheitskampf des griechischen Volkes zur Zeit der Türkenherrschaft. Im Text „Griechischer Befreiungskampf“ schreibt Nicholas Boyle folgendes: „Der Kampf der Griechen um ihre Befreiung von der Türkenherrschaft zieht sich gleichsam durch die gesamte Lebenszeit Goethes: Im Zusammenhang mit dem russisch-türkischen Krieg von 1769 bis 1774 kam es zu einem ersten großen Auf- stand, (…) in den letzten Lebensjahren Goethes konnte die völlige Unabhängig- keit des 1829 gegründeten neugriechischen Staates als gesichert gelten“1. Erst ab 1815 etwa habe Goethe intensiveren Anteil an den Entwicklungen im südlichen Balkan genommen. Zuerst habe sich sein Interesse im literarischen Kontext geäu- ßert: Durch junge Griechen, die in Jena studiert hätten und möglicherweise Mit- glieder des 1814 gegründeten Geheimordens Philiki Eteira gewesen seien, sei er auf die patriotischen Lieder der neuen nationalen Bewegung aufmerksam ge- macht. Später habe er selbst Übersetzungen unternommen: „Neugriechisch- epirotische Heldenlieder“, 1822; „Neugriechische Liebe-Skolien“, 1825, und das Volkslied „Charon“ habe ihn 1825 zu einer einmaligen Wiederaufnahme der seit zwanzig Jahren ruhenden Weimarer Preisaufgaben für bildende Künstler ange- regt2. Zu den politischen Vorgängen äußerte sich Goethe zunächst eher sporadisch und zurückhaltend, die Entwicklung des griechischen Freiheitskampfes habe ihn anfänglich eher befremdet. Den ersten extrem demokratischen Verfassungsent- wurf der...

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