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Zwischen Moschee und Gesellschaft

Imame in Österreich

Edited By Ednan Aslan

Obwohl die Geschichte des Islam in Österreich viel weiter zurückreicht als die Geschichte der muslimischen Migration nach Österreich, rufen Muslime und ihre religiöse Präsenz nach wie vor kontroverse Diskussionen hervor. Dabei rücken vor allem Imame ins Zentrum der Debatte – als jene Kräfte, die, so die Behauptung, mit ihrer Ablehnung der westlichen Grundwerte der Isolation der Muslime Vorschub leisten und dergestalt eine Gefahr für den sozialen Frieden darstellen. Glaubt man diversen Berichten, bilden Imame und Moscheen jedenfalls den Nährboden für ein gefährliches Religionsverständnis. Wer sind nun diese Imame? Worin besteht eigentlich ihre Tätigkeit? Wird ihr Einfluss überschätzt oder sind sie tatsächlich eine Gefahr für die Gesellschaft und ein Hindernis für die Integration der Muslime?

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Stefan Schumann: Gemeindemanagement – Einblicke in Fragen des Gemeindeaufbaus

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297 Stefan Schumann Gemeindemanagement – Einblicke in Fragen des Gemeinde aufbaus1 Einleitung Die Marktorientierung vieler Lebensbereiche scheint eines der Kenn- zeichen des 21. Jahrhunderts zu sein (Strunk, 2001, 42). Diese Ansicht macht auch vor Gemeinden, mögen es christliche oder Moschee-Ge- meinden sein, nicht halt. So kann es nicht überraschen, dass mittler- weile in Fragen des Gemeindemanagements die Grundthese zu ver- treten und zu begründen ist, wonach eine Organisation, die in Zukunft Erfolg haben will, gut beraten sein wird, „sich im betriebswirtschaftlichen Sinne als Non-Profit- Organisation auf dem Markt der Sinnanbieter zu verste- hen“ (Strunk, 2001, 43). Noch deutlicher hat es Butzer- Strothmann resümiert: „Kirchenmarketing ist deshalb kein Irrweg, sondern dringendes Gebot der Vernunft“ (Butzer-Strothmann, 2001, 41). So hat es in den vergangenen Jahren mehrfach Ver- suche gegeben, Managementtheorien und -methoden für die Gemeindearbeit fruchtbar werden zu lassen bzw. eigene Konzepte zu entwickeln.2 Dies geschah und geschieht im Bewusstsein, dass zumindest in der Moti- 1 Bei diesem Aufsatz handelt es sich um eine kompri- mierte Fassung der Vorle- sung „Gemeindeman- agement“, die am Institut für Bildungswissenschaf- ten im Rahmen des Master- studiums „Islamische Re- ligionspädagogik“ und im Rahmen des ULG „Mus- lime in Europa“ gehalten wurde. 2 Vgl. die Materialien bei Brummer, Nethöfel, 1997 oder Höher, 1999. 298 Stefan Schumann vation wie auch in der Ethik grundsätzliche Unterschiede zu einer rein wirtschaftlichen Betrachtungsweise bestehen sollten und damit auch die daraus resultierenden Besonderheiten hervorzuheben sind. Darum spricht Abromeit in seinem Entwurf von einem „Spirituel-...

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