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Determinanten der Prüferwahl und des Prüferwechsels auf dem deutschen Prüfungsmarkt für börsennotierte Unternehmen

Eine theoretische und empirische Untersuchung

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Michael Fischkin

Der Fokus dieser Arbeit liegt auf der empirischen Analyse des deutschen Abschlussprüfungsmarktes für börsennotierte Unternehmen. Neben der Berechnung von Marktanteilen der in die Analyse einbezogenen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften (Prüfungsmarktkonzentrationsanalyse) untersucht der Autor primär die Determinanten der Nachfrage nach hoher Prüfungsqualität sowie Faktoren, die die Beendigung des Prüfungsvertragsverhältnisses nach der Prüfungsperiode erklären. Die theoretische Grundlage der Arbeit bildet die positive Prinzipal-Agent-Theorie. Die empirische Untersuchung bestätigt die hohe Anbieterkonzentration auf dem deutschen Prüfungsmarkt mit der klaren Tendenz der Marktführerschaft von PwC und KPMG. Die Prüferwahlanalyse zeigt, dass neben der Mandantengröße die Ausgestaltung der Eigentümerstruktur des geprüften Unternehmens einen signifikanten Einfluss darauf hat, ob hohe Prüfungsqualität nachgefragt wird oder nicht. Die Ergebnisse der Prüferwechselanalyse bringen zum Vorschein, dass trotz der hohen Marktkonzentration zwischen den großen Prüfungsgesellschaften ein reger Wettbewerb um börsennotierte Mandate vorherrscht.

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Kapitel 2 Begriffsabgrenzungen

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9 Kapitel II Begriffsabgrenzungen 1 Prüfung 1.1 Begriffsklärung Die grundlegende Bedeutung von Begriffsabgrenzungen liegt darin, dass Begrif- fe Bestandteile informativer Aussagen sind.30 Die durch die Begriffsabgrenzung erhaltenen Definitionen sind dann zweckmäßig, wenn sich die mit ihrer Hilfe gebildeten Aussagen bewähren.31 Die von Leffson gleich zu Beginn seines Stan- dardwerkes Wirtschaftsprüfung getroffenen Aussage „Was Prüfungen sind, ist jedem Leser bekannt“,32 kann als Beleg dafür angesehen werden, dass die Über- betonung des begrifflichen Denkens in der betriebswirtschaftlichen Prüfungsleh- re zurückgegangen ist.33 Die im deutschsprachigen Raum verwendeten Definiti- onen des Begriffs „Prüfung“ sind vielfältig.34 Eine Durchsicht der deutschspra- chigen Literatur lässt allerdings gemeinsame Definitionsmerkmale des Begriffs „Prüfung“ erkennen: „Ist-Objekt“, „Soll-Objekt“, „Urteilsbildung- und abgabe“ sowie „Prozessunabhängigkeit“.35 Die Literatur verwendet den Begriff „Über- wachung“ als Oberbegriff für „Prüfung“ und „Kontrolle“.36 Unter Überwachung werden dann alle Maßnahmen verstanden, die eine Urteilsbildung hinsichtlich der Normentsprechung bzw. Zweckmäßigkeit von ausgeführten Handlungen 30 Vgl. Egner (1980), S. 18. Zur Funktion von Begriffsabgrenzungen, insbesondere im Zusammenhang mit dem Begriff „Prüfung“, vgl. Ruhnke (2000), S. 8. 31 Vgl. Albert (1964), S. 21. Allerdings weist Chmielewicz (1994) darauf hin, dass grund- sätzlich auch Aussagen, die auf unzweckmäßigen Begriffsdefinitionen beruhen, sich bewähren können. Vgl. Chmielewicz (1994), S. 51 ff. 32 Leffson (1988), S. 1. Der Begriff „Prüfung“ ist als Synonym zum Begriff „Revision“ zu verstehen. So auch Küting/Busch (2009), S. 1361 sowie Schedlbauer (1984)...

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