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HR zwischen Anpassung und Emanzipation

Beiträge zur Entwicklung einer eigenständigen Berufspersönlichkeit

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Edited By Bernd-Joachim Ertelt, Andreas Frey and Christian Kugelmeier

Der Titel dieses Sammelbandes deutet auf ein Spannungsverhältnis im Human Resource Management hin, bedingt durch mögliche Ziel- und Handlungsdiskrepanzen zwischen Arbeitsorganisation und Organisationsteilnehmer. Es geht um das jeweilig neu zu bestimmende Ausmaß an Anpassung und Emanzipation, was wiederum direkt mit der immer wichtiger werdenden Selbststeuerungskompetenz bezüglich der eigenen Berufsfähigkeit vor dem Hintergrund der Veränderungen in der Arbeitswelt zusammenhängt. Grundvoraussetzung für ein zukunftsbezogenes Human Resource Management ist die systematische Förderung eigenständiger Berufspersönlichkeiten durch die Organisation, auch wenn hierbei nicht immer ein direkter Verwertungszusammenhang mit den Betriebszielen erkennbar wird. Doch für eine solche an der ganzheitlichen Berufspersönlichkeit orientierte Personalarbeit wäre eine stärkere Einbeziehung von Ansätzen aus der Berufsberatung wichtig. Die in diesem Band versammelten Beiträge aus Wissenschaft und Praxis charakterisieren – sicherlich vorerst eklektisch – dieses Feld aus verschiedenen Perspektiven.

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Bernd-Joachim Ertelt, Andreas Frey, Christian Kugelmeier: Einleitung

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Einleitung Bernd-Joachim Ertelt, Andreas Frey, Christian Kugelmeier Die Idee zu diesem Buch ist das Resultat einer Diskussion über mögliche Ziel- und Handlungsdiskrepanzen zwischen Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt, der Arbeitsorganisationen und den Organisationsteilnehmern. In Vergangen- heit und Gegenwart wird immer wieder betont, wie wichtig die Aufrechterhal- tung der individuellen Beschäftigungsfähigkeit, aber auch die „Work-Life- Balance“ und die Versorgung der Betriebe mit Fachkräften in einer Zeit unaus- weichlicher, demografiebedingter Verknappung des Arbeitskräftepotenzials sind. Die Herausgeberschaft hat den Autoren die Aufgabe gestellt, aus ihrer je- weils spezifischen Perspektive Gedanken zur Überwindung der teils wider- sprüchlichen Ansprüche an den arbeitenden Menschen beizutragen. Dabei ging es vor allem um das Spannungsverhältnis zwischen Anpassung und Emanzipati- on im Erwerbsleben, das durch eine eigenständige Berufspersönlichkeit in pro- aktives und konstruktives Verhalten umgesetzt werden soll. Kollektivistisch ori- entierte HR-Ansätze mit ihrem potenziell stärkeren Anpassungsdruck dürften aus dieser Perspektive weiter an Bedeutung verlieren gegenüber Auffassungen, die die Verbindung von Eigenverantwortung, selbständigem Handeln und un- ternehmerischem Denken mit Fachkompetenz betonen. Diese Gedanken sind nicht neu, gewinnen aber heute als Wettbewerbsvor- teil im Personalmarketing stark an Bedeutung. In dem schärfer werdenden Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt werden die Unternehmen bestehen, die den Mitarbeiter nicht primär nach der Nützlichkeit für die Organisationsziele betrachten. Der vorliegende Band behandelt die Thematik aus fünf Perspektiven, wobei sich die Beiträge durchaus inhaltlich berühren, aber auch interessante gegen- sätzliche Meinungen aufscheinen lassen. Teil I bietet...

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