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Das Konzept der idealen Metropole in Theorie und Praxis am Beispiel von Berlin

Majken Bieniok

Im Zuge der Globalisierung ändern sich die vielfältigen urbanen Lebensbedingungen kontinuierlich, wodurch der Bedarf an sinnvollen Entwicklungskonzepten für Städte und besonders Metropolen verstärkt wird. Stadtentwicklungskonzepte sind jedoch häufig von wirtschaftlichen Interessen und theoretischen Modellen geprägt. Sie laufen daher Gefahr, an den realen Bedürfnissen der Bewohner vorbei zu gehen. Ziel dieser Untersuchung ist es, einen Beitrag für eine bedürfnisorientierte Stadtentwicklung und somit auch zur Vorbeugung negativer individueller und sozialer Entwicklungstendenzen zu leisten. Hauptziel der Arbeit ist die Identifikation der erwünschten und unerwünschten Entwicklungstendenzen einer Metropole, indem Metropolenmerkmale, lebensraumbezogene Bedürfnisse, deren Zusammenhang sowie die Relevanz von Metropolenmerkmalen für Berliner Stadtplaner bestimmt werden.

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3. Übersicht über die Studien und den Aufbau der Arbeit

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Auf der Grundlage der theoretischen sowie den bisher noch lückenhaften empi- rischen Befunde ist die folgende erste zentrale Fragestellung für die vorliegende Arbeit naheliegend: 1. Was macht eine Metropole aus bzw. durch welche Merkmale ist sie ge- kennzeichnet? Die Untersuchungsserie Das Konzept Metropole und seine Merkmale (Kapitel 4) widmet sich der Beantwortung dieser Frage. Folgende Untersuchungsschritte wurden gewählt: a) Sammlung der Metropolenmerkmale unter Anwendung eines Papier- und-Bleistift-Fragebogens mit offenen Fragen, b) Erfassung der Struktur des Metropolenkonzeptes mit Hilfe eines Q- Sort-Verfahrens, c) Bestimmung der explizit zugänglichen Eigenschaften und dem Aus- prägungsgrad der Eigenschaften von Metropolenmerkmalen mit einer Internetbefragung anhand der Dimensionen Zentralität, Valenz, Arousal und Abstraktion, d) Bestimmung von unterschiedlichen Ausprägungen der Eigenschaften des Metropolenkonzeptes auf behavioraler und physiologischer Ebene für die Dimensionen Valenz, Arousal und Schwierigkeit der Aufgabe mit Hilfe eines pupillometrischen Experiments, e) Vergleich des Metropolenkonzeptes von Experten der Stadtplanung und –entwicklung mit Non-Experten. Eine zweite zentrale Fragestellung betrifft die Bedürfnisse einer metropolitanen Bevölkerung und deren Zusammenhang mit den zuvor bestimmten Metropo- lenmerkmalen3: 2. Welche lebensraumbezogenen Bedürfnisse bestehen bei den Bewohnern einer Metropole und in welchem Maße werden sie durch spezifische Met- ropolenmerkmale befriedigt bzw. nicht befriedigt? 3 Der dazu gehörigen Untersuchungsserie werden einige theoretische Erwägungen zum Thema psychologische Bedürfnistheorien voran gestellt. 32 Folgendes empirische Vorgehen wurde in der Untersuchungsserie Lebensraum- bezogene Bedürfnisse und Metropolenmerkmale (Kapitel 5) gewählt, um den ersten Teil dieser zweiten Fragestellung zu beantworten: a) Sammlung der lebensraumbezogenen...

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