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Fit für Arbeitsvermittlung, Beratung und Integration

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Edited By Franz Egle and Hermann Genz

Mit der im Jahr 2011 für die gemeinsamen Einrichtungen von Arbeitsagenturen und Kommunen/Landkreise neu geschaffenen Organisationsform der Jobcenter und der verbindlichen Erhöhung der Zahl der optierenden Kommunen steigt die Eigenständigkeit, aber auch die Eigenverantwortung der SGB II-Träger. Resultat dieser Reform ist, dass längst überfällige Qualifizierungsprozesse der Mitarbeiter mit einer systematischen Aus- und Fortbildung in Angriff genommen werden müssen, um den Bedarf an qualitativ hochwertiger Fallmanagementtätigkeit und Vermittlungsarbeit decken zu können. Bisher jedoch fehlen geregelte Zugangsvoraussetzung oder verbindliche Aus- und Fortbildungen in Deutschland. In diesem Buch haben zahlreiche Experten aus Theorie und Praxis ihre Kenntnisse zusammengetragen und bieten wissenschaftliche sowie praxisbasierte Grundlagen zu den Themenfeldern Beratungskompetenz, systematisches Integrationsmanagement, Entwicklung von Problemlösungsfähigkeiten und der Steuerung von Integrationsprozessen.
Das Lehrbuch und auch in besonderer Form der FIBAA-zertifizierte Weiterbildungsstudiengang «Integrationsmanagement im System Arbeit» an der Hochschule der Wirtschaft für Management leisten einen wirkungsvollen Beitrag, diese qualifikatorische Lücke bei der Beratungs-, Integrations- und Steuerungskompetenz im System Arbeit zu schließen.

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Frank Daalmann: Fallmanagement II: beschäftigungsorientierte Anwendung

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Fallmanagement II: beschäftigungsorientierte Anwendung Frank Daalmann 1. Grundgedanken zum beschäftigungsorientierten Fallmanagement Ein gemeinsames Verständnis des beschäftigungsorientierten Fallmanagements sollte das Fundament unserer täglichen Arbeit im Fallmanagement bilden. In der Praxis sieht dies jedoch häufig anders aus. Bei systemischer Betrach- tung (siehe auch Punkt 3.1) wird deutlich, dass wir uns oft in unterschiedlichen Systemen mit wiederum differenzierenden Wertesystemen befinden. Hieraus leiten sich in der Praxis divergierende Erwartungen, Vorstellungen und Rollenverständnisse ab. So kann es passieren, dass Ihr unmittelbarer Vorgesetzter stark statistikori- entiert und wenig offen für die inhaltliche Arbeit des Fallmanagements ist. Sie selbst wiederum gehen nach einer Fortbildung mit vielen neuen Anre- gungen und Techniken hoch motiviert ans Werk, um diese in der Praxis zu er- proben und mit Kollegen zu diskutieren. Ihr unmittelbarer Zimmerkollege wiederum, der bereits 30 Dienstjahre und etliche Reformen hinter sich hat, will einfach nur seine Ruhe haben. Na, und dann sind da noch die Klienten mit all ihren unterschiedlichen Er- wartungen und Hoffnungen ... Als Fallmanager stehen Sie daher oft der Herausforderung gegenüber, mög- lichst viele Erwartungshaltungen zu erfüllen und dabei die unterschiedlichen In- teressen zu berücksichtigen. 2. Rollen- und Interessenkonflikte Wenn viele unterschiedliche Erwartungen an uns herangetragen werden ist die Gefahr groß, schnell auszubrennen (Burnout) und sich selbst dabei am wenigs- ten gerecht zu werden. Notwendig ist daher eine Klärung der eigenen – und auch der an meine Person/Funktion herangetragenen Rollenerwartungen aus dem mich umge- benden System. Zwingend sollten Sie diese Klärung f...

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