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Public Affairs

Die neue Welt des Lobbyismus

Edited By Gerhard Göhler, Katrin Grothe and Cornelia Schmalz-Jacobsen

Laut Schätzungen sind derzeit rund 5.000 Lobbyisten in Berlin aktiv. Abseits der Öffentlichkeit betreiben diese «Einflüsterer» ihr Geschäft, so heißt es, kaum jemand kenne ihr Gesicht. Gut zehn Jahre nach dem Umzug von Parlament und Regierung aus Bonn haben sich in der Hauptstadt zahlreiche Büros von Verbänden, Unternehmen und Agenturen angesiedelt. Hinzu kommen international agierende Kanzleien und Unternehmensberatungen, Botschaften, Stiftungen und NGOs. Damit gilt Berlin als das Zentrum einer nicht neuen, aber in dieser Dimension unbekannten Branche. Dieses Buch beleuchtet u. a. die Frage, was Lobbyismus genau macht. Und ob er ein notwendiger Bestandteil der Demokratie ist – oder die Dominanz partikularer Interessen über das Gemeinwohl.

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Glaubt man Schätzungen, sind derzeit rund 5000 Lobbyisten in Berlin ak- tiv. Abseits der Öffentlichkeit betreiben diese „Einflüsterer“ ihr Geschäft, so heißt es, kaum jemand kenne ihr Gesicht. Und trotzdem wird die Straße „Unter den Linden“ mittlerweile spöttisch „Unter den Lobbyisten“ genannt. Denn zehn Jahre nach dem Umzug von Parlament und Regierung aus Bonn haben sich dort und in den umliegenden Straßen zahlreiche Büros von Verbänden, Unternehmen und Agenturen angesiedelt. Hinzu kommen international agierende Kanzleien und Unternehmensberatungen, Botschaften, Stiftungen und NGOs. Damit gilt Berlin als das Zentrum einer nicht neuen, aber in dieser Dimension unbekannten Branche. Den heterogenen Akteuren dieser Branche ist eines gemein: Sie versuchen in Berlin ihre Interessen gegenüber der Politik, der Gesellschaft sowie dem Journalismus zu vermitteln – selten mit dem Etikett „Lobbyismus“, oft unter dem Namen „Öffentlichkeitsarbeit“ und immer öfter unter dem Label Public Affairs. Was aber macht ein Lobbyist eigentlich genau? Trifft das Klischee von rauchenden alten Herren in dunklen Hinterzimmern noch immer zu – oder hat sich die Branche seit dem Umzug von Bonn nach Berlin geändert? Und: Ist Lobbyismus ein notwendiger Bestandteil der Demokratie – oder die Dominanz partikularer Interessen über das Gemeinwohl? Muss die Public-Affairs-Sphäre kontrolliert und reglementiert werden oder reichen Selbstregulierungsmecha- nismen aus? Diese und andere Fragen waren Anlass genug für den OSI-Club, diesem kontroversen Thema mit einer Ringvorlesung am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin nachzugehen. Von der Zigarettenlobby bis zum Kampf für den Erhalt des Urwalds – die Ringvorlesung...

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