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Schmerzensgeld für nahe Angehörige

Rechtsvergleichende Sammlung und Erörterung von Gerichtsurteilen zur Veranschaulichung möglichst vieler denkbarer Schadensfälle

Anita Maria Spandl

Dieses Buch beschäftigt sich mit der Rechtsprechung zum Thema Schmerzensgeld für nahe Angehörige. Eine intensive Fallbesprechung schließt an die Darlegung der wichtigsten Gerichtsentscheidungen aus Österreich, Deutschland, der Schweiz, England und Frankreich an. Es gibt drei Überkapitel: Die Kernfamilie, weitere Verwandte und Nicht-Verwandte. Für die Fortentwicklung der österreichischen (aber auch der deutschen) Rechtsprechung ist die eingehende Fallanalyse unabdingbar: Die Haftungsbegrenzung bei Schock- und Trauerschäden durch die enge Nahebeziehung (nahe Angehörigeneigenschaft) wird einer strengen Prüfung unterzogen. Denn einerseits darf die Rechtsprechung nicht zu weit gehen und muss eine befürchtete Klageflut bewältigen können und andererseits stellt sich in Österreich noch die Frage nach der Möglichkeit einer Haftungserweiterung unabhängig vom Verschuldensgrad des Schädigers. Das Buch ist aufgrund der Alltagsrelevanz eines sehr emotionalen Themas für ein breiteres Leserpublikum und nicht nur als Fachbuch für Juristen geeignet.

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Abschließende Bemerkungen

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Besondere Themen rund um Grund und Höhe des Schmerzengeldanspruches auf einen Blick: Anerkennung von Schockschäden und Gefühlsschäden; die Tötung/die Verletzung eines „nahen Angehörigen“; Anerkennung der Lebensgefährten, Fehlen eines Ehegatten (Ehebruch), Homosexuelle Beziehungen, Bigamie; Anlagen (fortgeschrittenes Alter, Labilität)/Kausalzusammenhang; Besondere Tragik, besondere Betroffenheit einer Jungfamilie, besonderer Unrechtsgehalt; Bloße Unfallnachricht/unmittelbares Miterleben; Freizeiteinbuße, Pflegebedarf, Familienleben, Entwicklungsstörungen; Doppelentschädigung: Geerbtes Schmerzengeld; Körperverletzung und spätere Tötung; Trauer und Schock; Haftungsbegrenzung am Beispiel Frankreich – außergewöhnlicher Scha- den, besonders schwere Erstverletzung, legitimes Interesse; Impotenz, verhinderter Kinderwunsch, Beischlaf, Eheliche Gemeinschaft; Miterleben der Lebensgefahr, Behandlungskomplikationen und Risiken (Folgeoperationen und Behandlungsfehler) Plötzliches Schockerlebnis, ernstzunehmende Gefährdung; Schock-Gefühlsschäden während der Schwangerschaft, Schutz des Le- bens, pränataler Schaden, Fehlgeburten, Nasciturus; Störung der Beziehung (Konflikte, Streit, Trinksucht, Affären); Trennung-Scheidungsabsicht-eingeleitetes Scheidungsverfahren; Überlebenschance, genommene Chancen (Karriere, Hoffnungsträger); Lebensverkürzung, Komapatienten; Verlassen des Elternhauses, Heirat, eigene Familiengründung, Lockerung; Versorgungs-Pflege-Betreuungsverhältnisse, Wohngemeinschaft; Dauer – Beständigkeit der Beziehung; Verwaisung, Wiederverheiratung, Vereinsamung; 197 Die Entscheidungen aus Frankreich und der Schweiz könnten durchaus für Ös- terreich richtungsweisend sein und in noch unjudizierten Bereichen Anhalts- punkte für die weitere Rechtsentwicklung liefern. Die umfangreiche und interna- tionale Entscheidungssammlung soll es ermöglichen, jeden erdenklichen Scha- densfall zu erwägen und bei der weiteren Rechtsentwicklung zu berücksichtigen. Die bisherige internationale Rechtsentwicklung regt an, in Zukunft andere Lö- sungen zu erwägen und problematischen Entwicklungen entgegenzuwirken. Au- ßerdem bieten die Materialien eine breite Diskussionsgrundlage...

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