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Let’s Talk About - (Texts About) Sex

Sexualität und Sprache- Sex and Language

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Edited By Marietta Calderón and Georg Marko

Die Beiträge dieses Buches untersuchen eine breite Palette von Fragestellungen zur sprachlichen Repräsentation von Sexualität – vom sexuellen Gehalt von Toilettengraffiti bis zum erotischen Subtext des altindischen Rig-Veda. Dabei werden unterschiedliche linguistische Methoden von der Diskursanalyse bis zur historischen Syntax angewandt. Die verwendeten Daten stammen aus verschiedenen Sprachen, darunter Deutsch, Englisch, Französisch, Russisch, Spanisch, Latein und Vedisch.
The contributions to this book explore a wide range of questions concerning representations of sexuality in language – from the sexual content of toilet graffiti to the erotic subtext of the ancient Indian Rig Veda. They apply a variety of linguistic methods from discourse analysis to historical Syntax. Data from German, English, French, Russian, Spanish, Latin and Vedic are used.

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Fiorenza Fischer: Von geilem Geiz, sexy Geldanlagen, maroden Bräuten und finanzstarken Bräutigamen – Wirtschaftssprache und Sexualität

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Fiorenza Fischer Von geilem Geiz, sexy Geldanlagen, maroden Bräuten und finanzstarken Bräutigamen – Wirtschaftssprache und Sexualität 1. Einleitung Dieser Beitrag richtet die Aufmerksamkeit auf sprachliche Ausdrücke der Sexualität in der Fachsprache der Wirtschaft. Wenn man die zwei Bereiche menschlichen Handelns Sexualität und Wirtschaft zu definieren versucht, stößt man bei diesen Einträgen im Duden auf folgende Defini- tionen: 1. „Sexualität ist die Gesamtheit der im Geschlechtstrieb begründeten Lebensäußerungen, Empfindungen u. Verhaltensweisen“ (Duden 242006: 1537). 2. „Wirtschaft ist die Gesamtheit der Einrichtungen und Maßnahmen, die sich auf Produktion und Konsum von Wirtschaftsgütern beziehen“ (Duden 2006: 1938). Auf derselben Seite des Duden kann man einige Zeilen tiefer, unter dem Eintrag Wirtschaften, eine weitere wichtige Spezifizierung lesen: „Wirt- schaften: In einem bestimmten wirtschaftlichen Bereich die zur Verfü- gung stehenden Mittel möglichst rationell verwenden.“ Pointierter formuliert kann man also Sexualität als den Bereich des menschlichen Lebens charakterisieren, in dem physisch und psychisch Gefühle und Triebe das Verhalten bestimmen, während Wirtschaft der Bereich ist, in dem die nüchterne Rationalität des Homo oeconomicus die Entscheidungen leitet. „Homo oeconomicus (lat. = der ökonomische Mensch) ist Bezeichnung für das Modell eines wirtschaftlich denkenden Menschen, das den Analysen der klassischen und neoklassischen Wirt- schaftstheorie zugrunde liegt. In der Entscheidungstheorie ist der Homo Fiorenza Fischer 232 oeconomicus der Idealtyp eines Entscheidungsträgers, der zu uneinge- schränkt rationalem Verhalten fähig ist.“ (Brichta/Reden 1986: 2073) Das Postulat des Homo oeconomicus spielte...

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