Show Less

Let’s Talk About - (Texts About) Sex

Sexualität und Sprache- Sex and Language

Series:

Marietta Calderón and Georg Marko

Die Beiträge dieses Buches untersuchen eine breite Palette von Fragestellungen zur sprachlichen Repräsentation von Sexualität – vom sexuellen Gehalt von Toilettengraffiti bis zum erotischen Subtext des altindischen Rig-Veda. Dabei werden unterschiedliche linguistische Methoden von der Diskursanalyse bis zur historischen Syntax angewandt. Die verwendeten Daten stammen aus verschiedenen Sprachen, darunter Deutsch, Englisch, Französisch, Russisch, Spanisch, Latein und Vedisch.
The contributions to this book explore a wide range of questions concerning representations of sexuality in language – from the sexual content of toilet graffiti to the erotic subtext of the ancient Indian Rig Veda. They apply a variety of linguistic methods from discourse analysis to historical Syntax. Data from German, English, French, Russian, Spanish, Latin and Vedic are used.

Prices

See more price optionsHide price options
Show Summary Details
Restricted access

Martin Stegu: Keine Heteros auf gayboy! Diskrepanzen zwischen gay discourse und Queer Theory

Extract

Martin Stegu Keine Heteros auf gayboy! Diskrepanzen zwischen gay discourse und Queer Theory 1. Einleitung Die empirische Basis für den folgenden Beitrag bilden Kontaktanzeigen bzw. Userprofile auf den schwulen (teilweise auch lesbischen) Webpor- talen Gayromeo und Gayboy. Es fällt auf, dass in den Kontaktwünschen einerseits häufig diskriminierende, ausschließende Sprechakte vorkom- men (sehr häufig gegen sich ‚weiblich‘ gebende Männer, Stichwort Tunten, gerichtet) und dass sich andererseits im Bewusstsein vieler schwuler Personen noch lange nicht die Problematisierung traditioneller (sex-/genderbezogener) Kategorien durchgesetzt hat, wie sie die post- strukturalistisch beeinflusste Queer Theory vertritt. Dies soll ein Anlass sein, über das gegenseitige Verhältnis von gay und queer (und auch von gay discourse und queer discourse) bzw. über die mögliche Umsetzung poststrukturalistischer-queerer Ansätze im allgemeinen Sprachbewusst- sein und Sprachgebrauch nachzudenken. 2. Gay vs. queer An dieser Stelle kann nicht das ganze lexikalische Feld homosexuell, transgender, gay, schwul, lesbisch, queer… – und dies noch zusätzlich kontrastiv – abgehandelt werden. Es mögen die folgenden kurzen Bemer- kungen genügen. (Für nähere Angaben vgl. Jagose 2001, Perko 2005, Rauchut 2008.) Sowohl schwul als auch gay und queer sind Wörter, die eine umschrei- bende und oft auch pejorative Funktion hatten und im wissenschaftlichen Kontext lange Zeit undenkbar gewesen wären. In den letzten Jahrzehnten Martin Stegu 302 kam es aber vielfach zu konnotativen Verschiebungen, und so wirkt für viele inzwischen schwul (oder schwul-lesbisch) neutraler als homo- sexuell, wo die starke Betonung des Sexuellen als störend...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.