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Let’s Talk About - (Texts About) Sex

Sexualität und Sprache- Sex and Language

Series:

Marietta Calderón and Georg Marko

Die Beiträge dieses Buches untersuchen eine breite Palette von Fragestellungen zur sprachlichen Repräsentation von Sexualität – vom sexuellen Gehalt von Toilettengraffiti bis zum erotischen Subtext des altindischen Rig-Veda. Dabei werden unterschiedliche linguistische Methoden von der Diskursanalyse bis zur historischen Syntax angewandt. Die verwendeten Daten stammen aus verschiedenen Sprachen, darunter Deutsch, Englisch, Französisch, Russisch, Spanisch, Latein und Vedisch.
The contributions to this book explore a wide range of questions concerning representations of sexuality in language – from the sexual content of toilet graffiti to the erotic subtext of the ancient Indian Rig Veda. They apply a variety of linguistic methods from discourse analysis to historical Syntax. Data from German, English, French, Russian, Spanish, Latin and Vedic are used.

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Dietmar Osthus: Amateur-Lexikographie im französischen Sprachraum

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Dietmar Osthus Amateur-Lexikographie im französischen Sprachraum Vorbemerkungen Sex sells, dies ist bekannt. Selbst von als seriös angesehenen Wochen- magazinen ist bekannt, dass zur Auflagensteigerung immer noch die Abbildung einer nackten Frau auf dem Titelblatt gerade in ansonsten ereignisarmen Zeiten Erfolg verspricht. Doch was auf den Sex zutrifft, gilt – und das ist in der breiten Öffentlichkeit möglicherweise weniger bewusst – auch für die Sprache. Symptomatisch zeigt sich dies an den Spiegel-Bestsellerlisten, in denen Charlotte Roche und Bastian Sick in ähnlichen Höhen firmieren, wenn auch freilich die eine in der Belletris- tik, der andere in den Sachbüchern. Sprache und Sex sind folglich gleich- sam populär, möglicherweise auch deshalb, weil beides als Teil der Alltagskultur auf ein breites öffentliches Interesse hoffen kann. Beides ist zudem aufs engste miteinander verbunden, wie nicht nur an diesem Band zu sehen ist, sondern wie es auch in Phänomenen wie dirty talk zum Aus- druck kommt. In den Medien fallen die Berichterstattung zum Sexuellen wie zum Sprachlichen zwar mitunter in die Rubrik „Aufklärung“ – etwa wenn die Prävention von sexuell übertragbaren Krankheiten oder der Verzicht auf diskriminierenden Wortschatz propagiert wird –, in den meisten Fällen steht jedoch klar die Unterhaltungsfunktion im Vorder- grund. Sex und Sprache sind populäre Themen und werden in den aller- meisten Fällen mit dem Zweck des Lesevergnügens medial behandelt. Womit ich mich im Folgenden beschäftigen möchte, sind nicht die sprachwissenschaftlichen, sondern die alltäglichen, von Nicht-Experten und Nicht-Expertinnen getragenen metasprachlichen...

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