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Wissenschaftskommunikation im Web 2.0

Eine empirische Studie zur Mediennutzung von Wissenschaftsblogs

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Manon Sarah Littek

Das Sozialsystem «Wissenschaft» zeichnet sich insbesondere im innerwissenschaftlichen Diskurs durch geschlossene Kommunikationsstrukturen aus. Wissenschaftsblogs als eine Anwendung des Web 2.0 können die klassischen Strukturen aufbrechen und schaffen durch Vernetzungs- und Interaktionsmöglichkeiten neue Formen von Wissenschaftskommunikation. Auf Basis einer empirischen Mediennutzungsanalyse aus der Perspektive von Wissenschaftlern, Wissenschaftsjournalisten und Laien werden in dieser Forschungsarbeit Antworten auf die Fragen gegeben, welche Funktion und welches Potenzial Wissenschaftsblogs als neue Form der Wissenschaftskommunikation haben.

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3. Empirie

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3.1 Einleitung Wie in den Kapiteln 1, 2.4 und 2.5 erläutert, ist die primäre Zielsetzung des em- pirischen Teils, die Motive der Nutzung von Wissenschaftsblogs der drei Ak- teursgruppen Wissenschaftler, Wissenschaftsjournalisten und Laien zu erfor- schen und auf Basis der jeweiligen Motivkataloge in einer Zusammenführung mit den Erkenntnissen aus Kapitel 2 eine Einordnung von Wissenschaftsblogs in die „Wissenschaftskommunikation“ vorzunehmen und Forschungsfrage 4 und 5 zu beantworten. Trotz des detailliert deskriptiv-theoretisch/-konzeptionellen Teils dieser Ar- beit in dem das Forschungsfeld über die angrenzenden Teilbereiche „Wissen- schaftskommunikation“ und „Web 2.0“ definiert und erschlossen wurde, wird im empirischen Teil dieser Arbeit eine weitestgehend explorative Herangehensweise gewählt. Das ist auf den Forschungsgegenstand „Motive“ der Mediennutzung zurück- zuführen (vgl. Kapitel 2.4; Abschnitt 3.4). Weiterhin ist das darin begründet, dass, wie in Kapitel 2 dargestellt, es zum Zeitpunkt der Datenerhebung wenig belastbare wissenschaftliche Erkenntnisse dezidiert zu der Nutzung von Wissen- schaftsblogs gab, auf deren Grundlage eine Hypothesen getriebene Untersuchung sinnvoll gewesen wäre. Es schien weiterhin methodisch nicht sinnvoll Hypothesen aus den angren- zenden Teilbereichen in Bezug auf die spezifischen Nutzergruppen und das „neue“ Medienformat „Wissenschaftsblog“ herzuleiten, in einen Fragebogen zu operationalisieren und „abzufragen“. Zum einen da es zu einer Beeinflussung der Interviewpartner kommen würde und keinen Freiraum für neue mögliche Motive geben würde. Weiterhin ist im Kontext des Forschungsgegenstandes „Motive“ eine Abfrage vorgegebener Motive als Fragetechnik nicht sinnvoll. Stattdessen gilt es im Rahmen sensibler Fragetechniken zusammen mit dem Interviewpartner (teilweise im Unterbewusstsein verankerte) Motive zu...

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