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Politische Triebkräfte der Innovation

Eine Analyse der Rolle von Politik in Innovationssystemen der Geothermie

Benjamin Miethling

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle von Politik bei der Entwicklung erneuerbarer Energien. Die Vermutung eines weitreichenden Einflusses politischer Intervention wird am Beispiel der geothermischen Stromerzeugung nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ bestätigt. Der Autor analysiert Bedingungen und Herausforderungen für die Entwicklung dieser Energiequelle und zeigt zugleich Möglichkeiten und Wege auf. Mit seinem prozessorientierten Ansatz beschreitet er innovative Wege der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der Thematik des Zusammenspiels von Politik und Technik.

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II. Zu Forschungsdesign und Untersuchungsmethodik

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„A quiet revolution is underway in social science. We are turning from units to context, from attributes to connections, from causes to events.“ Andrew D. Abbott (1995: 93) Die Wahl der geeigneten Methode zur Beantwortung einer bestimmten For- schungsfrage ist eine grundlegende Entscheidung jeder wissenschaftlichen Ar- beit. Je nach Formulierung der Forschungsfrage und Beschaffenheit des theore- tischen und empirischen Materials variieren die Möglichkeiten des Einsatzes unterschiedlicher methodischer Instrumente. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit Wandlungsprozessen. Konkret geht es um die Erkennung von technolo- gischem Wandel in einem systemischen Umfeld unter besonderer Berücksichti- gung politischer Intervention. Die Beschäftigung mit Grundbedingungen oder Wirkungen von Innovationen wurde in der Vergangenheit bereits untersucht. Jedoch nur wenige Studien beschäftigten sich mit dem tatsächlichen Innovati- onsprozess, also dem Wie und Warum der Innovation.168 Eine daraufhin ausgerichtete Arbeit steht vor einer Vielzahl von Problemen: Al- len voran muss mit einer hohen Anzahl möglicher Einflussfaktoren, bei der Existenz lediglich einer abhängigen Variable, dem Wandel, umgegangen wer- den.169 Allein dies brächte aus stochastischer Perspektive ein beträchtliches Freiheitsgradproblem mit sich, da deutlich mehr Parameter als Fälle beobachtet würden. Um die Diskussion an dieser Stelle nicht weiter zu vertiefen,170 bleibt anzunehmen, dass ein Großteil der qualitativen Forschungsarbeiten aus diesem Blickwinkel Unzulänglichkeiten besitzt. Der Versuch einer Synthese quantitati- ver Methoden in qualitative Forschung wie ihn King/Keohane/Verba (1994) vornehmen, wirft nicht nur schwerwiegende Probleme für die qualitative For- schung auf, es ist auch fraglich, inwiefern eine solche...

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