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Verhaltensanreize in kooperativen interorganisationalen Beziehungen

Ein spieltheoretischer Ansatz

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Carl Philip Hügin

Die Zusammenarbeit zwischen Automobilhersteller und Zulieferer ist eng mit der Frage nach der optimalen Interaktionsstrategie verbunden. In dieser Arbeit wird dem strategischen Einkauf auf theoretischer Grundlage eine Entscheidungshilfe bei der Frage gegeben, wann kooperative Interaktionsstrategien gegenüber kompetitiven Strategien zu bevorzugen sind und welche Anreize aus möglichen Strategiewechseln hervorgehen.

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2 Automobilindustrie und interorganisationale Kooperationen

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In der Automobilindustrie haben sich im Zeitverlauf viele Rahmenbedingungen und strategische Optionen grundlegend verändert. Zur Annäherung an das Un- tersuchungsobjekt ist dieser Thematik das nachfolgende Kapitel gewidmet. 2.1 Die Automobilindustrie als Untersuchungsumfeld Die Automobilindustrie37 hat sich in ihrer 125-jährigen Geschichte mit einem weltweiten Umsatz von fast 1.900 Milliarden Euro zu einer globalen Schlüssel- industrie entwickelt.38 Würde sie als eine Volkswirtschaft gewertet, so stände sie im globalen Vergleich auf dem sechsten Platz.39 In den vergangenen Jahrzehnten erlebte dieser Industriezweig erhebliche Veränderungen in seinen Markt- und Wettbewerbsbedingungen. Erfolgreich konnten nur die Unternehmen bestehen, denen es gelang, mit individualisierten Produkten stagnierende Kernmärkte zu bedienen, neue Wachstumsmärkte zu erschließen und gleichzeitig die Herausforderung einer zunehmenden Wert- schöpfungskomplexität bei kürzeren Produktlebenszyklen und tendenziell ab- nehmender Zahlungsbereitschaft zu bewältigen.40 Aus ehemals vertikal integrierten Automobilproduzenten (OEM) entstanden schlanke Unternehmen, die ihre Wertschöpfungsstruktur zugunsten einer Fokus- sierung auf ihre Kernkompetenzen neu ausgerichtet haben. Mit der weitreichen- den Auslagerung von Wertschöpfungsschritten auf Unternehmen in vorgelager- ten Wertschöpfungsstufen ging eine konsequente Übertragung von Entwick- lungs-, Produktions- und Koordinationsverantwortung auf Bereiche außerhalb der Unternehmensgrenzen einher, die zu wesentlichen Risiko-, Komplexitäts- und Kostensenkungen bei den OEM führten.41 37 In der vorliegenden Arbeit wird der Definition des VDA (2000), S.6 zur Automobilin- dustrie gefolgt, wonach hierzu die Hersteller von Kraftwagen, deren Motoren, Sattel- zugmaschinen, Anhänger, Aufbauten, Kraftfahrzeugteile und deren Zubehör gehören. 38 Vgl. o.V. (2011) sowie OICA (2011). 39 Vgl....

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