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Verhaltensanreize in kooperativen interorganisationalen Beziehungen

Ein spieltheoretischer Ansatz

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Carl Philip Hügin

Die Zusammenarbeit zwischen Automobilhersteller und Zulieferer ist eng mit der Frage nach der optimalen Interaktionsstrategie verbunden. In dieser Arbeit wird dem strategischen Einkauf auf theoretischer Grundlage eine Entscheidungshilfe bei der Frage gegeben, wann kooperative Interaktionsstrategien gegenüber kompetitiven Strategien zu bevorzugen sind und welche Anreize aus möglichen Strategiewechseln hervorgehen.

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5 Einflussfaktoren auf die spieltheoretischen Strategieergebnisse

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Eine Vielzahl von empirischen Untersuchungen belegen, dass 30 % bis 50 % der eingegangenen Kooperationen scheitern,369 Ursache hierfür ist, dass es zu nicht mehr akzeptablen Abweichungen von den ursprünglich festgelegten Zielen der Kooperation kommt oder die Erwartungen der Kooperationspartner nicht erfüllt werden.370 Dabei können nicht erfüllte Erwartungen finanzieller Natur sein oder auch auf nicht direkt monetär messbare Faktoren einer interorganisationalen In- teraktionsbeziehung zurückgeführt werden. Im Rahmen des spieltheoretischen Modells wurde einzig der finanzielle Gewinn, der sich im Rahmen einer intertemporalen Kooperation einstellt, als Steuerungsgröße für die Strategieauswahl betrachtet. Die nicht direkt monetär messbaren Parameter blieben, spieltheoretisch bedingt, unberücksichtigt, obwohl sie im Fall einer Kooperation von großer Bedeutung sind, da sie im Zeitverlauf stabilisierend oder destabilisierend wirken können. An dieser Stelle setzt auch die in der Literatur oftmals geäußerte Kritik an der Spieltheorie an, dass bei spieltheoretischen Analysen zu viele Interaktionskomponenten vernach- lässigt werden, die einen entscheidenden Beitrag zur Strategiefindung und Strategieumsetzung liefern.371 Strategieuntersuchungen sollten dynamische Komponenten beinhalten.372 369 Siehe beispielsweise Kogut (1988), S.172, Dacin und Hitt (1997), S.3-4, Hitt, Dacin, et al. (2000), S.464, Lane, Salk, et al. (2001), S.1147, Park und Ungson (2001), S.39, Lam (2004), S.60, Anderson und Jap (2005), S.75, Augustine und Cooper (2009), S.38. Es ist daher nicht überraschend, dass im Bereich der Kooperationsforschung eine Vielzahl von Untersuchungen vorliegt, die sich mit Erfolg und Misserfolg von Kooperationen ausei- nandersetzen. Siehe beispielsweise Hoffmann und Schlosser (2001), Kale, Dyer, et...

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