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Medizinische Richt- und Leitlinien im Strafrecht

Eine Untersuchung zur Möglichkeit der Bestimmung der unerlaubten Handlung beim Fahrlässigkeitsdelikt mit Hilfe medizinischer Richt- und Leitlinien

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Lea Staudt

Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung medizinischer Richtlinien und Leitlinien für die strafrechtliche Haftung des Arztes aus einer fehlerhaften Behandlung. Im Kern geht es dabei darum, ob die Vorschriften zur Bestimmung der objektiven Seite der Fahrlässigkeit herangezogen werden können. Aufgrund der Besonderheiten der ärztlichen Behandlung und verschiedener Richt- und Leitlinien immanenter Probleme ist dies nur unter Einschränkungen möglich. Dies liegt insbesondere daran, dass die Vorschriften nicht immer dem für die Haftung maßgeblichen Facharztstandard entsprechen. Aber auch andere Umstände, wie z. B. die Unmöglichkeit der Objektivierbarkeit ärztlichen Handelns, müssen vor der Heranziehung der Richt- und Leitlinien zur Bestimmung eines Behandlungsfehlers berücksichtigt werden.

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Inhaltsverzeichnis

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Kapitel 1. Einleitung ...................................................................................... 23 A. Einführung in die Thematik und Problemstellung .................................. 23 B. Eingrenzung des Untersuchungsgegenstandes ........................................ 24 C. Gang der Untersuchungen ....................................................................... 25 D. Begriffliches ............................................................................................ 26 Kapitel 2. Fahrlässigkeitsdogmatische Grundlagen ...................................... 27 A. Grundlagen des Fahrlässigkeitsdelikts und Einführung in die Proble- matik ........................................................................................................ 27 B. Die Bestimmung der unerlaubten Handlung beim Fahrlässigkeitsdelikt 29 I. Die Handlung im strafrechtlichen Sinn ............................................. 29 1. Grundlagen und Bedeutung der Handlungsbegriffe für das Fahr- lässigkeitsdelikt.............................................................................. 29 2. Die einzelnen Handlungsbegriffe................................................... 30 a. Kausaler Handlungsbegriff........................................................ 30 b. Finaler Handlungsbegriff........................................................... 31 c. Sozialer Handlungsbegriff......................................................... 33 d. Negativer Handlungsbegriff ...................................................... 34 e. Personaler Handlungsbegriff ..................................................... 35 II. Die verschiedenen Ansätze zur Bestimmung der unerlaubten Handlung beim Fahrlässigkeitsdelikt................................................. 36 1. Bestimmung der unerlaubten Handlung mit Hilfe des Kriteriums der Sorgfaltspflichtverletzung ....................................................... 36 a. Darstellung des Ansatzes .......................................................... 36 b. Bewertung des Ansatzes ........................................................... 39 2. Bestimmung der unerlaubten Handlung mit Hilfe der Kriterien der Erkennbarkeit und Voraussehbarkeit sowie der Vermeidbar- keit.................................................................................................. 42 a. Darstellung des Ansatzes .......................................................... 42 b. Bewertung des Ansatzes ........................................................... 44 3. Bestimmung der unerlaubten Handlung mit Hilfe der Lehre von der objektiven Zurechnung ............................................................ 45 a. Darstellung des Ansatzes .......................................................... 46 12 aa. Grundlagen der objektiven Zurechnung ............................. 46 bb. Objektive Zurechnung und Fahrlässigkeit .......................... 47 b. Bewertung des Ansatzes ........................................................... 49 4. Ergebnis ......................................................................................... 52 C. Generalisierung oder Individualisierung des Handlungsunrechts? ......... 53 I. Problemaufriss ................................................................................... 53 II. Objektiver Fahrlässigkeitsmaßstab („komplexer Fahrlässigkeitsbe- griff“) ................................................................................................. 54 III. Individueller Fahrlässigkeitsmaßstab („Theorie der individuellen Sorgfalt“)............................................................................................ 55 IV. Diskussion und Stellungnahme.......................................................... 56 1. Notwendigkeit der Berücksichtigung von individuellen Fähig- keiten...

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