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Christen in Thailand

Am Beispiel der Karen und der Akha

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Lauren Drover

Diese Untersuchung wirft einen Blick auf das oft übersehene Christentum Asiens. In Thailand konvertieren besonders Mitglieder ethnischer Minderheiten zu dieser «neuen» Religion. Anhand zweier Beispielminderheiten werden die Gründe hierfür untersucht. Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Theorie, dass die Konversion zu einer «abweichenden» Religion zur Bewahrung der ethnischen Identität genutzt wird. Weiterhin werden Wechselwirkungen zwischen den indigenen Religionen und dem Christentum analysiert. Die Autorin fragt dabei, inwiefern sich Konversionstheorien verschiedener Wissenschaftler auf die untersuchten Beispiele anwenden lassen. Dabei wird grundlegend bezweifelt, dass die häufig gemachte Unterscheidung zwischen einer Volksreligion und einer Universalreligion überhaupt zulässig ist.

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2. Die Bedeutung des Buddhismus für die nationaleIdentität Thailands

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37 2. Die Bedeutung des Buddhismus für die nationale Identität Thailands Der junge Nationalstaat Thailand stand schon ziemlich früh, sogar noch wäh- rend seiner Zeit als absolute Monarchie, dem Problem gegenüber, eine einheitli- che nationale Identität für alle seine Untertanen zu schaffen. Hierbei baute man einerseits auf moderne bürokratische Systeme auf, die man aus Europa impor- tierte, andererseits blieben traditionelle Werte, in der die Religion des Buddhis- mus eine wichtige Rolle spielte, erhalten (YOS 1998: 308). Baut sich ein Natio- nalstaat auf einer bestimmten Religion auf, führt dies sicher zu Spannungen. Hier soll zunächst die historische Rolle des Buddhismus beim Aufbau der Nati- on besprochen werden. Hierbei hatten die staatlich implementierten Programme, die mit Hilfe der Religion bestimmte politische Ziele verfolgten, auch Auswir- kungen auf die anderen Religionsgemeinschaften innerhalb des Landes. Auch innerhalb des Buddhismus gab es Gegenreaktionen. Diese Wechselwirkungen werden im ersten Teil dieses Kapitels besprochen werden. Am Ende dieses ers- ten Teils wird auch die heutige Identitätsbildung und Identitätsfindung im Rah- men der Modernisierung des Staates und des Einzugs „westlicher“ Werte be- sprochen. Danach wird speziell auf eine staatliche Integrationsmaßnahme eingegan- gen. Das Thammacarik-Programm (Thai: wandernder Dhamma) diente in den sechziger Jahren des Zwanzigsten Jahrhunderts der Eingliederung der Bergbe- völkerung in den Nationalstaat. Das Ziel dabei war es, die Bergstämme durch Konversion zum Buddhismus für die nationalen Ziele der wirtschaftlichen Ent- wicklung einzubinden (vgl. KEYES 1971: 562). Gleichzeitig war es eines der...

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