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Vom Ursprung ökokritischen Denkens zu einem kosmopolitanen Ansatz der urbanen Ökokritik

Ort und Raum von der amerikanischen Wildnis bis zur urbanen Dystopie

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Andrea Edl

Die Ökokritik als ökologisch orientierte Literaturwissenschaft behandelt die Wechselwirkungen zwischen Literatur und Umwelt. Die Autorin sieht die Quelle ökokritischen Denkens bei den amerikanischen IndianerInnen und den TranszendentalistInnen. Demzufolge wird die gegenwärtige Umweltkrise als Resultat eines kurzsichtigen Anthropozentrismus betrachtet. Der in der Mystik fußende Ökozentrismus sieht die apokalyptische Bedrohung der Natur als Appell zur Veränderung. Diese interdisziplinäre Studie ist eine theoretische Grundlegung der urbanen Ökokritik. In ihr werden soziale, politische und kulturelle Realitäten von der amerikanischen Wildnis bis zur urbanen Dystopie vergegenwärtigt. Mit Theorien von Ort und Raum wird die traditionelle Ökokritik zu einem kosmopolitanen Ansatz der urbanen Ökokritik erweitert und europäisches und amerikanisches Denken integriert.

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3. Ökokritik in der Postmoderne

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3.1. Die urbane Ökokritik In The Hopes of Snakes & Other Tales from the Urban Landscape bemerkt Lisa Couturier It’s been a while since I stopped being surprised by New York City, which is, after all, simply a name we’ve given this landscape – a label meaningless to the birds, the turtles, the river. Besides, writes James Hillman, the Jungian psychologist, the “Greek word for city, polis, […] draws from a pool of meanings related to water […] polis lo- cates city in the wet regions of the soul. […] A streaming, flowing, thronging Mother. We are her children, and she can nourish our imaginations if we nourish hers.1 In ihrem Buch offenbart Couturier ihren LeserInnen ihre tiefe Liebe zur Natur, die aufmerksame BeobachterInnen auch im urbanen Dickicht Manhattans mit den endlos erscheinenden Straßen und Gebäuden in Hinterhöfen, an Straßenrändern, auf Verkehrsinseln, in Parks, auf Dachgärten oder Fenstersimsen sowie an und in Wasserwegen, Teichs, dem Meer und am Himmel aufspüren können. Die Kritike- rin Susan Chernack McElroy schreibt: A collection of essays that is, quite simply, stunning. The Hopes of Snakes takes readers into the lives and hearts of creatures – those animals who persist in spite of us and who call us back to our wild souls again and again from the dustiest of ledges, the dirtiest of cracks, the murkiest of city waterways. With respect and deep sensitivity, Couturier has crafted out of her life stories a guide book back to those relational roots that sustain...

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