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Die Anwendung des ABGB in Italien im 19. Jahrhundert und seine historischen Aspekte

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Daniele Mattiangeli

Die Geschichte des ABGB und seine Ausstrahlungen auf andere Rechtsordnungen in den vergangenen 200 Jahren sind ein sehr wichtiges Phänomen, das eine eigene Vertiefung und Überprüfung verdient. In dieser Forschungsarbeit wird die Umsetzung des ABGB in Nord-Italien untersucht, im Vergleich mit den vorhergehenden romanistischen Grundlagen des Rechts in den betroffenen Regionen und weiteren Einflüssen von ausländischen Gesetzgebungen, die in derselben Periode entstanden sind. Somit versucht dieses Buch ein wenig mehr Klarheit in historischem und juristischem Sinn über die Umsetzung des österreichischen Rechts in Nord-Italien im 19. Jahrhundert zu schaffen.

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Vorwort des Herausgebers

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Dieses Buch entstand im Rahmen eines von mir geleiteten Projektes des öster- reichischen FWF. Zur Durchführung eines derartigen Vorhabens schien der Au- tor Daniele Mattiangeli als besonders geeignet, hatte er doch nach dem Erwerb eines italienischen Doktorates an der Universität Roma III auch ein österreichi- sches juristisches Doktorat erworben. Dem Autor ist es gelungen aufgrund zahl- reicher Forschungsaufenthalte in Italien die Bedeutung des österreichischen Zi- vilgesetzbuches in weiten Teilen dieses Landes zu erfassen und in allgemein verständlicher Weise zu präsentieren. Richtigerweise hat der Verfasser dabei die Mühe nicht gescheut, die Geltung des österreichischen ABGB in jenen histori- schen Rahmen zu stellen, der erst die Rezeption bzw. die Ablehnung des Geset- zes in italienischen Gebieten erklären kann. Von besonderer Bedeutung er- scheint in diesem Zusammenhang das Verhältnis des ABGB zum Code civil Frankreichs zu sein, hat doch das ABGB dieses Gesetzbuch nach Ende der na- poleonischen Herrschaft abgelöst und wurde es seinerseits dann in jenen italieni- schen Provinzen, die im Verlaufe der kriegerischen Auseinandersetzungen zwi- schen Piemont, Savoyen und Österreich 1859 und zwischen Italien und Öster- reich 1866 an Italien fielen, wiederum von einem unmittelbar französisch beein- flussten Gesetzbuch, dem Codice civile von 1865 abgelöst. Daniele Mattiangeli hat bei seinen Untersuchungen weder die Rechtsprechung vernachlässigt, noch auf Originaldokumente, die bislang unveröffentlicht waren, verzichtet. Dieses in sich abgerundete und in seiner historischen Dimension überaus wertvolle Buch kann zweifellos einen nennenswerten Beitrag zur Rechtsgeschichte Österreichs und Italiens liefern. J. M. Rainer

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