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Aware of Collocations

Ein Unterrichtskonzept zum Erwerb von Kollokationskompetenz für fortgeschrittene Lerner des Englischen

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Thomas Müller

Die Produktion zielsprachenkonformer Kollokationen stellt auch für fortgeschrittene Lerner des Englischen ein großes Problem dar. Wie können Lerner dahingehend gefördert werden, das Phänomen Kollokation zunehmend selbstständig zu beherrschen? In dieser Arbeit wird ein Ansatz zum Erwerb von Kollokationskompetenz vorgestellt, der nicht auf den sukzessiven Erwerb von Einzel-Kollokationen zielt, sondern auf die Entwicklung eines Bewusstseins (awareness) für die Problematik von Kollokationen, auf die Entwicklung von Strategien zur Lösung von Kollokationsproblemen und insgesamt auf eine veränderte Sprachlern- und Sprachproduktionshaltung. Eine entsprechende, vom Autor konzipierte Lehrintervention zum Erwerb von Kollokationskompetenz und die Ergebnisse einer empirischen Überprüfung ihrer Effekte unter realistischen Unterrichtsbedingungen werden ausführlich dargestellt.

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6. Fazit und Ausblick 193

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193 6. Fazit und Ausblick „Es gibt keine vollständige Analyse!“ – dieses Halcolm’sche Gesetz der Evalua- tionsforschung (Hoffmeyer-Zlotnik: 3) gilt auch für die in dieser Arbeit erfolgte Evaluation der elizitierten Daten. Und die Tatsache, dass weitere Aspekte im Rahmen der vorliegenden Arbeit sowie darüber hinaus mit Blick auf das Er- kenntnisinteresse untersuchenswert sind, dass weitere Erkenntnisse wünschens- wert sind, steht ebenso außer Frage. Zugleich darf mit Blick auf die erhobenen Daten resümiert werden, dass – bei allen Limitationen, welche etwa durch das empirische Design gegeben sind – es auf dem hier gewählten Weg, unter Anwendung des entwickelten Interventions- konzepts, offenbar gelingen kann, die Entwicklung kollokationsbezogener awa- reness in Form einer „temporäre(n) Aktualisierung von sprachbezogenem Wis- sen in konkreten Sprachverwendungssituationen“ (Knapp-Potthoff 1997: 12) zu fördern. Die zugrunde liegenden Lautdenkdaten geben zahlreiche Hinweise auf gestei- gertes kollokationsspezifisches Problembewusstsein der Probanden(paare), wel- ches sich vielfach, jedoch (noch) nicht durchgängig in Form von adäquat produ- zierten L2-Kollokationen in der letztendlich verschriftlichten Lösung nieder- schlägt. Nicht nur die relative Quote der unmittelbar zur Hinübersetzung der Items vorgenommenen Wörterbuchkonsultationen der Paare steigt im Datenver- gleich der Messzeitpunkte an, auch die Quote adäquat produzierter L2-Items (im Verhältnis zu inadäquaten) erhöht sich meist deutlich.244 Wird ein Wörterbuch zur Hinübersetzung eines als Problem erkannten bzw. betrachteten L1-Items her- angezogen, so entsteht im Zuge dieses Prozesses in den Post-Tests häufiger eine adäquate Lösung. Parallel zu der erfreulichen...

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