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Cosimo I. de’ Medici – Anton Fugger

Macht und Mäzenatentum in Florenz und Augsburg

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Marie Nicoline Steinweg

Medici und Fugger – innerhalb von wenigen Generationen stiegen sie zu den reichsten und mächtigsten Bankiersfamilien ihrer Zeit auf. Im europäischen Machtspiel nahmen sie entscheidende Schlüsselpositionen ein. Durch ihr Mäzenatentum prägten sie in beispielloser Form ihre Heimatstädte, Florenz und Augsburg. Ein Vergleich zwischen Cosimo I. de’ Medici und Anton Fugger zeigt, dass sich trotz ungleicher Machtpositionen die Gründe für ihr ausgeprägtes Mäzenatentum kaum unterscheiden. Beide wussten, welche herausragende Bedeutung die Förderung von Kunst und Wissenschaft für den Erhalt und die Ausweitung ihrer Macht sowie für die Reputation der Familie hatte. Diese Studie zeigt durch die vergleichende, differenzierte Perspektive das Profil dieser mächtigen Familien im 16. Jahrhundert.

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1. Einleitung

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„Augsburg ist ein deutsches Florenz, und die Fugger sind den Medici an die Sei- te zu stellen.“1 (Philipp Melanchthon im Jahre 1534) In Anlehnung an dieses Zitat des Humanisten und Theologen Philipp Melan- chthon (1497-1560) sollen in der vorliegenden Arbeit die Fugger und die Medi- ci, zwei der bedeutendsten Kaufmanns- und Bankiersfamilien der Renaissance, miteinander verglichen werden. Dabei soll zunächst die Geschichte der jeweili- gen Familie vorgestellt werden: beide waren ursprünglich einfache Handwerker, die aus dem Umland in die Stadt gezogen waren. Innerhalb von wenigen Gene- rationen stiegen die Medici in Florenz und die Fugger in Augsburg zu den reichsten und mächtigsten Familien ihrer Zeit auf. Doch wie und unter welchen Umständen gelang dieser Aufstieg? Welche Mittel wurden angewandt, um Macht und Ruhm für das Unternehmen, die Familie oder auch die eigene Person zu erlangen? Bei den Fuggern ist dieser Aufstieg vor allem Jakob dem Reichen (1459- 1525) und seinem Neffen Anton (1493-1560) zu verdanken. Innerhalb weniger Jahrzehnte stieg ihre Firma zum größten europäischen Handels- und Bergbauun- ternehmen der Zeit auf. Die Fugger waren Geldgeber des Kaisers, der römischen Kurie und anderer europäischer Herrscher und nahmen somit eine wichtige und oft entscheidende Rolle in der europäischen Politik ein. So ist die Wahl Karls V. (1500-1558) zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation maßgeblich der finanziellen Unterstützung der Fugger zu verdanken. In ihrer Heimatstadt Augsburg taten sie sich besonders als Stifter, aber auch als Samm- ler...

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