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Deutsche Sprache im Wandel

Kleine Schriften zur Sprachgeschichte

Werner Besch

In seiner gesamten wissenschaftlichen Laufbahn hat sich Werner Besch immer wieder aus ganz verschiedenen Perspektiven und unter immer neuen Fragestellungen mit strukturellen und soziolinguistischen Aspekten von Variation und Wandel der deutschen Sprache in Geschichte und Gegenwart beschäftigt. Zu seinem 75. Geburtstag versammelt der vorliegende Band 25 seiner wichtigsten Aufsätze aus diesem zentralen Themenbereich, mit denen er der germanistischen Sprachwissenschaft seit den 60er Jahren Wege gewiesen hat.

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Standardisierungsprozesse im deutschen Sprachraum (1988) 257

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Standardisierungsprozesse im deutschen Sprachraum Gliederung: Vorbemerkung 1. Die Ausgangslage im Spatmittelalter 2. Die Grundlegung einer nationalen Schriftsprache im 16. Jahrhundert 2.1. Der AnstoB der Reformation 2.2. Schriftsprachliche Angleichprozesse 2.3. Areale Expansion 3. Die entstehende nationale Schriftsprache im Konfessionenstreit 4. Die Emanzipation einer tiberkonfessionellen Schriftsprache 5. Sprachwirkung und Sprachprestige im zeitgenossischen Urteil 6. Die schriftsprachliche Einigung im Spiegel gegenwartiger Sprachforschung 7. Von der Schriftsprache zur Standardsprache 8. Varianten in der Standardsprache und "nationalsprachliche Varianten" des Deutsch en Vorbemerkung Zwei Gegebenheiten erschweren die Darstellung der Standardisierungspro- zesse im Deutschen. Zum einen hat der plurizentrische Geschichtsablauf in die- sem groBen Sprachgebiet komplizierte Verflechtungen auf dem Weg zur Spracheinigung bewirkt, die his heute noch nicht befriedigend erforscht sind und die durch die bisherigen ,Entstehungstheorien' der Schriftsprache eine jeweils nur sehr einseitige Erklarung finden. Das ist schon Unsicherheit genug. Es kommt zum andern die Aufgabe hinzu, eine entsprechende Darstellung der Standardisierungsprozesse vor allem aus soziolinguistischer Perspektive zu schreiben, wie es der Intention dieses Jahrbuchs entspricht. Da ist das Feld noch weniger bereitet, wiewohl, wie man weiB und dariiber hinaus sicher vermuten kann, reiches Quellenmaterial existiert, das Auskunft geben kann tiber zeitge- nossische Gesellschaftsstrukturen; Dominanzzentren und Sprachwertstrukturen. Die entsprechenden Quellenzeugnisse sind noch nicht systematisch erhoben, auch haftet vielen der Geruch des ,Subjektiven' an, weil es sich z. T. urn Mei- nungsauBerungen, nicht urn Fakten handelt - MeinungsauBerungen tiber die be- ste Sprache, die besten Schriftsteller, die beste Sprachprovinz etc., AuBerungen also, die auf ihre eventuelle Abhangigkeit von der regional en Herkunft der Per- son, ihrer Konfession,...

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