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Vorbereitung auf das Martyrium bei Cyprian von Karthago

Eine Studie zu "Ad Fortunatum</I>

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Robert Walz

In der knappen Testimoniensammlung Ad Fortunatum, die Cyprian von Karthago kurze Zeit vor seinem eigenen Martyrium im Jahre 258 n.Chr. verfasst hat, hat der Bischof und Seelsorger all das zusammengetragen, was er Zeit seines Lebens zum Thema der Vorbereitung auf das Martyrium an Erfahrung gesammelt, gelehrt und verfasst hat. Die Schrift erweist sich damit als Schlüsseltext zu diesem zentralen Thema des cyprianischen Œuvres.

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Das Gebot, nichts über Christus zu stellen [Fort. 5 (6)]

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161 Das Gebot, nichts über Christus zu stellen [Fort. 5 (6)] Das Gebot, nichts über Christus zu stellen, in Fort. 5 (6) Im Anschluss an die vier Tituli Fort. 5 (2-5), in denen Cyprian das christliche Monolatriegebot thematisiert und so seinen Adressaten verinnerlichen will, dass Gott unter keinen Umständen dazu bereit ist, Götzenopfer zu dulden, lässt der Bischof von Karthago einen Titulus folgen, in dem das Gebot, nichts über Chris- tus zu stellen, von zentraler Bedeutung ist und das der mittels einer „paradoxen Dialektik“ auf eingängige Weise begründet: „Subiungendum post haec quod redempti et uiuificati Christi sanguine nihil Christo praeponere debeamus, quia nec ille quicquam nobis praeposuerit et ille propter nos mala bonis praetulerit, paupertatem diuitiis, seruitutem dominationi, mortem inmor- talitati, nos contra in passionibus nostris paupertati saeculari paradisi diuitias et deli- cias praeferamus, dominatum et regnum aeternum temporariae seruituti, inmortalita- tem morti, Deum et Christum diabolo et antichristo“ [5 (6)]1. Die Mitte von Fort. 5 (6) bildet sicherlich das Gebot, nichts über Christus zu stellen (nihil Christo praeponere), das sich problemlos im Kontext der deci- schen Verfolgungsmaßnahmen verorten lässt. Wenn der Bischof von Karthago die Gründe referiert, die seiner Ansicht nach das Scheitern und Versagen so vie- ler Christen während dieser Krisenzeit begünstigten und verursachten, dann sind es vor allem die Fesseln des Reichtums und der Familie, die er dabei anführt, denn „diejenigen konnten nicht zum Entweichen bereit und gerüstet sein, die durch ihre Besitztümer...

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