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Vorbereitung auf das Martyrium bei Cyprian von Karthago

Eine Studie zu "Ad Fortunatum</I>

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Robert Walz

In der knappen Testimoniensammlung Ad Fortunatum, die Cyprian von Karthago kurze Zeit vor seinem eigenen Martyrium im Jahre 258 n.Chr. verfasst hat, hat der Bischof und Seelsorger all das zusammengetragen, was er Zeit seines Lebens zum Thema der Vorbereitung auf das Martyrium an Erfahrung gesammelt, gelehrt und verfasst hat. Die Schrift erweist sich damit als Schlüsseltext zu diesem zentralen Thema des cyprianischen Œuvres.

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Die Aufforderung zum Ausharren im Glauben [Fort. 5 (7-8)]

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191 Die Aufforderung zum Ausharren im Glauben [Fort. 5 (7-8)] Die Aufforderung zum Ausharren im Glauben in Fort. 5 (7-8) Nachdem Cyprian in Fort. 5 (6) mittels einer äußerst raffinierten paradoxen Dia- lektik seine Gläubigen zum Standhalten in der drohenden Verfolgung zu moti- vieren versuchte, indem er ihnen einschärfte, sie dürften nichts über Christus stellen, lässt der Bischof von Karthago zwei Tituli [Fort. 5 (7-8)] folgen, die dem Ausharren im Glauben (perseuerandum in fide) gewidmet sind: Insinuandum quoque ne erepti de faucibus diaboli et de laqueis saeculi liberati, si in angustiis et praessuris esse coeperint, regredi denuo ad saeculum uelint et perdant quod euaserint [Fort. 5 (7)]1. Insistendum potius esse et perseuerandum in fide et uirtute et caelestis ac spiritalis gratiae consummatione, ut ad palmam et coronam possit perueniri [Fort. 5 (8)]2. Die beiden Tituli Fort. 5 (7-8) sind zunächst insofern bemerkenswert, als sie – bei genauerer Betrachtung – dem vorangehenden Titulus inhaltlich nicht viel Neues hinzufügen. Die Forderung aus Fort. 5 (6), „nichts über Christus zu stel- len“, wird jetzt durch den Aufruf, nicht mehr zur Welt zurückzukehren (ne regredi ad saeculum), sondern statt dessen im Glauben zu verharren (perseue- randum in fide), ergänzt. Die Perspektive ist freilich jeweils eine andere, denn ersterer Titulus rückt die Person Christi in den Mittelpunkt, zweiterer dagegen thematisiert die Pflicht zum Ausharren im Glauben, in der Tugend und der Gna- de. Inhaltlich aber bietet letzterer nicht wirklich Neues, denn all dies ist implizit...

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