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Gemeinnützige Stiftungen und Generationengerechtigkeit

Möglichkeiten und Grenzen ihrer Einbeziehung in eine generationengerechte Politik

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Jochen Maier

Können gemeinnützige Stiftungen zu Gerechtigkeit zwischen den Generationen beitragen und wenn ja, wie? Es mag gute Gründe geben, warum gerade gemeinnützige Stiftungen hierfür geeignet sein könnten. Sie wirken dauerhaft und somit generationenübergreifend zugunsten des Gemeinwohls. Aufgrund des Fehlens von Mitgliedern kommen sie auch als unabhängige Vertreter zukünftiger Generationen in Betracht. Die Arbeit untersucht, ob und inwieweit gemeinnützige Stiftungen zeitgenössische Theorien zur Generationengerechtigkeit ergänzen und weiterentwickeln können. Rechtspolitische Vorschläge werden erarbeitet und Grenzen, die insbesondere in einer möglichen Instrumentalisierung gemeinnütziger Stiftungen zu sehen sind, aufgezeigt.

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Kapitel 4 – Zusammenfassung und thesenhafte Bewertung der gefundenen Arbeitsergebnisse

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Gegenstand der vorliegenden Untersuchung war die Fragestellung, ob und inwieweit gemeinnützige Stiftungen in eine generationengerechte Politik einbezogen werden können, wo hierfür die Möglichkeiten liegen und wo Grenzen zu ziehen sind. Die Untersuchung hat zunächst gezeigt, dass eine allgemeingültige Definition des Begriffs ‚Generationengerechtigkeit‘ bislang nicht gelungen ist. Daran wird sich – so die Prognose – auch in Zukunft nichts ändern. Der Begriff ‚Generationengerechtigkeit‘ ist noch schwerer zu fassen als der Begriff der ‚Gerechtigkeit‘, weil die zu verglei- chenden Gruppen (Generationen) auf zwei verschiedenen Zeitachsen liegen und die Parameter der einen Achse, der Zukunft, noch gar nicht bekannt sind. Selbst die Fi- nanzwissenschaften können hier nur begrenzt helfen, nämlich so weit, wie eben Da- tenmaterial vorhanden ist. Zukunftswirkungen aktueller Politiken sind somit nur be- grenzt antizipierbar. Des Weiteren ist festzustellen, dass den involvierten Wissenschaftsdisziplinen ein unterschiedlicher Sprachgebrauch und ein unterschiedliches Verständnis vom Begriff ‚Generationengerechtigkeit‘ zugrunde liegen. So wird aus ökonomischer Sicht ‚Ge- rechtigkeit‘ eher mit ‚Nachhaltigkeit‘ gleichgesetzt, was erreicht ist, wenn ein be- stimmtes System finanzierbar oder lastengleich ist. Eine Finanzierung ist demnach gerecht, wenn finanzielle Lasten gleich verteilt sind. Gleichheit ist auch bei der Juris- prudenz bestimmend, wenngleich sich diese ohne anspruchsbegründende Normen grundsätzlich schwer tut. Wissenschaften wie die Ethik und die politische Philosophie nähern sich der Thematik dagegen normativ. Gleichwohl ist festzuhalten, dass sich die involvierten Wissenschaften sowohl der Interdisziplinarität als auch der unterschiedli- chen Betrachtungsweise der Fragestellung durchaus bewusst sind. Es wurde festgestellt, dass die Thematik der Generationengerechtigkeit...

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