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Die «klassische Reitkunst»

Ideologie und Wirklichkeit – Konstanz und Wandel - Teil 1 und 2

Heinz Meyer

Die Arbeit expliziert die Bemächtigung des Menschen über das Pferd als die Basis der anthropologisch, kultursoziologisch und kulturhistorisch relevanten Mensch-Pferd-Beziehung. An die grundsätzliche Erörterung der Nutzung des Pferdes als Zug- und Reittier schließt sich die historische Darstellung an, zunächst die der Funktion des Pferdes in Antike und Mittelalter. Besonders detailliert informiert das Buch über die neuzeitlichen Lehrschriften zur Ausbildung des Reitpferdes. Diese Explikation reicht bis in die Gegenwart, bis zu den Richtlinien für den internationalen Hochleistungssport, den Reitlehren der sogenannten alternativen Szene und veterinärwissenschaftlichen Aussagen zur Nutzung des Pferdes. Kritisch beschreibt und deutet der Autor die diversen Auffassungen über die Ausbildung und die Nutzung des Pferdes unter dem Sattel. Ausdrücklich hebt er seine Analyse von den ideologischen Darstellungen der sogenannten «klassischen Reitkunst» ab. Neben den die Epochen überdauernden Auffassungen werden die Veränderungen und auch die Widersprüche benannt. Die verbreitete Überzeugung von einer einzig wahren, zeitunabhängigen und bis in die griechische Antike zurückreichenden Lehre identifiziert der Autor als ein ideologisches Konstrukt.

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Inhalt

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Band I Vorwort .......................................................................................................................... 9 I. Einleitung ................................................................................................................ 15 1. Zur "Natürlichkeit" der reiterlichen Ausbildung und Nutzung des Pferdes ............ 15 2. Die über die angeborenen Dispositionen des Pferdes hinausgehende Ausbildung und Nutzung ............................................................................................................. 37 II. Die Ausbildung und die Nutzung des Pferdes in der abendländischen Antike und im abendländischen Mittelalter ....................................................... 69 1. Der frühe Einsatz des Pferdes vor dem Streit- sowie vor dem Rennwagen und der Kikkuli-Text............................................................................................... 69 2. Die griechisch-römischen Wagenrennen ................................................................ 83 3. Das nomadische Reiten ........................................................................................... 92 4. Das griechisch-römische Reiten ........................................................................... 105 5. Simon von Athen .................................................................................................. 125 6. Xenophons Hippike .............................................................................................. 127 7. Hinweise aus allgemeinen kulturellen Zeugnissen und speziell aus der Kunst zum griechischen Reiten sowie zum Verhältnis der Griechen zum Pferd ............ 160 8. Das abendländisch-ritterliche Reiten .................................................................... 173 III. Die Entwicklung der sogenannten "klassischen" Reitlehre in der Neuzeit ................................................................................................................ 211 1. Vorbemerkungen zur allgemeinen Entwicklung, zur Orientierung an Xenophons Lehre und zum militärischen Zweck der Hohen Schule ................... 211 2. Federigo Grisone 1550: "Gli Ordini di cavalcare" ............................................................................ 242 6 3. Georg Engelhard Löhneysen 1609/10: "Della Cavalleria" .................................................................................. 261 4. Antoine de Pluvinel 1623: "Manège royal" (seit 1625 mit dem Titel: "L’instruction du Roy en l’exercise de monter à cheval ") ............................................................................ 280 5. William Cavendish 1667: "A new method and extraordinary invention to dress Horses" .................. 294 6 Francois Robichon de la Guérinière 1733: "Ecole de Cavalerie" ................................................................................... 308 7. Ludwig von Hünersdorf 1791: "Anleitung zu der natürlichsten und leichtesten Art Pferde abzurichten. Für Liebhaber des Reitens aus dem Militär- und Civilstande" ............................. 329...

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