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Jüdisch-hellenistische Literatur in ihrem interkulturellen Kontext

Edited By Martina Hirschberger

Unter jüdisch-hellenistischer Literatur versteht man im Allgemeinen die von Juden im Zeitalter des Hellenismus und der Kaiserzeit in griechischer Sprache abgefasste Literatur. Wie das Bindestrichwort bereits andeutet, ist jüdisch-hellenistische Literatur eine Literatur zwischen Sprachen und Kulturen. Die Beiträge dieses Bandes beleuchten jüdisch-hellenistische Literatur in ihrem historischen und kulturellen Kontext und berücksichtigen auch ihre Rezeptionsgeschichte. Der Band enthält Aufsätze zu Aristobulos von Paneas, Philon von Alexandria, Flavius Josephus, dem Aristeasbrief, den Makkabäerbüchern, 3 Esra und dem wenig bekannten apokryphen Werk Buch der Worte von Jannes und Jambres.

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Philon und die Sophisten – Philons Sophistendiskurs vor dem Hintergrund des alexandrinischen Bildungsumfelds. Beatrice Wyss

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Philon und die Sophisten – Philons Sophistendiskurs vor dem Hintergrund des alexandrinischen Bildungsumfelds Beatrice Wyss 1. Einleitung Thema des Aufsatzes bildet Philons Behandlung des Sophisten, ein Thema, das in der Forschung bisher eher am Rande diskutiert wurde (eine Monographie von Bruce Winter 1997 und ein Aufsatz sowie ein Kapitel in einer Monographie von George van Kooten 2008 sind dem Thema bis jetzt, soweit ich gesehen habe, gewidmet, dazu kommen sporadisch Hinweise in der Sekundärliteratur). Winter versucht nachzuweisen, dass Philon unter Sophisten Mitglieder derjenigen intel- lektuellen Bewegung versteht, die Flavios Philostratos Anfang des dritten Jahr- hunderts “die zweite Sophistik” nennen wird.1 Freilich fehlen aus der ersten Hälfte des ersten Jahrhunderts Hinweise auf ‘Konzertredner’ in Alexandreia; diese Stadt spielt innerhalb der zweiten Sophistik ohnehin eine erstaunlich mar- ginale Rolle: kein einziger, der von Flavios Philostratos erwähnten Sophisten stammt von dort.2 Bernadette Puech erwähnt in ihrem Werk “Rhéteurs et ora- teurs de l’epoque imperiale” in den ersten vier Jahrhunderten nur gerade drei Sophisten aus Alexandreia (Puech 2002, 430, 460, 467, vgl. 140). Glücklicher ist der Ansatz von Van Kooten, der den biblischen Kontext der Erwähnungen des Sophisten mit einbezieht und zeigt, dass in Philons Pentateuch-Exegese der Sophist bereits während der Schöpfung bis hin zur Person Balaams, also bis kurz vor dem Einzug der Israeliten in Kanaan, die Schöpfung stört – ein Phäno- men von gleichsam kosmischer Bedeutung (Van Kooten 2008, 220–244). Doch wer sind Philons Sophisten? Die Wichtigkeit, die Philon diesem Ph...

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