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Glaube und Denken

Jahrbuch der Karl-Heim-Gesellschaft- 25. Jahrgang 2012

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Edited By Martin Rothgangel and Ulrich Beuttler

Karl Heim (1874-1958) prägte als Theologe an den Universitäten Halle, Münster und seit 1920 in Tübingen sowie von 1920 bis 1948 als Frühprediger an der Tübinger Stiftskirche Generationen von Pfarrern. Unter seinen Zuhörern befanden sich auch viele Nicht-Theologen, denn Karl Heim konnte einerseits komplizierte naturwissenschaftliche Sachverhalte erstaunlich einfach und doch zutreffend elementarisieren und andererseits den christlichen Glauben mit diesen Ergebnissen in einen fruchtbaren Dialog bringen. Der 25. Jahrgang dieses Jahrbuches behandelt zum einen das Verhältnis von Evolution und Schöpfung, zum anderen wird die letztjährige Jahrestagung zum Thema «Zwischen Mensch und Maschine? Neuro- und Biotechnologie auf der Suche nach dem ‘optimierten’ Menschen» dokumentiert. Auch mit diesem Jahrbuch wird die bleibende Bedeutung der Theologie Karl Heims für eine dialogfähige Theologie im 21. Jahrhundert deutlich.

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Ludwig Neidhart: Die biblische Urgeschichte – Datierung und Vergleich mit wissenschaftlichen Erkenntnissen (Teil 2)

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48 auf den nicht greifbaren „geistigen“ Grund der Welt und des Lebens in ihr hin, durch den der Kosmos und das Leben in ihm erst ermöglicht und geschaffen werden (creatio ex nihilo). Das „Unerklärliche“ kann als die Offenheit der Natur für, ja als das stetige Angewiesensein des Kos- mos und des Lebens in ihm – also auch des naturgesetzlich Erklärlichen – auf das Wirken Gottes in der Natur verstanden werden, ohne das diese nicht sein können. Das schließt ein, dass auch die Naturgesetze nicht aus sich selbst schöpferisch wirksam werden, dass Gott immer zugleich mit den Naturgesetzen eine Natur schafft, in der sie als Naturgesetze wirk- sam werden können. Daher sind das stetige Wirken Gottes durch und in den Naturgesetzen und das kontingente Handeln Gottes in der Natur keine Gegensätze, denn die Naturgesetzlichkeiten und die durch sie be- dingte Kausalität im Naturgeschehen gründen in der Kontingenz der Naturgesetze, in ihrem Geschaffensein und stetigen Angewiesensein auf Gottes Schöpfung, auf die „creatio ex nihilo“ in der „creatio continua“. Summary The Origin of Life: How Can It Be Understood as God’s Creation? This essay deals with the issue whether life has originated through the laws of physics and chemistry alone as presupposed by naturalism. Experiments concerning the origin of life do not prove that there is an innate power in matter which can produce life through self-organization. If life were creat- ed by experimentation this would show only that it is possible that...

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