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Adleraug und Luchsenohr

Deutsche Zwillingsformeln und ihr Gebrauch

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Hans-Georg Müller

Was sind Zwillingsformeln? Wie werden sie verwendet? Was macht sie so beliebt? Ein Beispiel ist ‘Mann und Maus’. Man kann mit Mann und Maus untergehen, aber auch etwas angehen, eine Arbeit anpacken, eine Bastion verteidigen und beim Fußball mit Mann und Maus «hinten drinne stehen». Wie kommen solche Zwillingsformeln zustande, und gibt es Regeln oder Tendenzen, nach denen sie gebildet werden? Warum sagt man nicht umgekehrt ‘Maus und Mann’? All diesen Fragen wird hier nachgegangen und zwar bei etwa zweitausend Formeln, die der Autor sorgfältig gesammelt, tabellarisch geordnet, erläutert und wissenschaftlich analysiert hat. Diese Abhandlung ist nicht nur ein übersichtliches Nachschlagewerk und eine unterhaltsame Fundgrube, sondern schließt zugleich eine sprachwissenschaftliche Lücke.

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7 Regeln/Tendenzen 49

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49 7 Regeln / Tendenzen 7.1 Einfluss der Vokale 7.1.1 Zwillingsformel-Gruppen I und II Für die Abfolge der beiden Teilausdrücke einer Zwillingsformel gibt es keine festen Regeln oder gar Gesetze, aber es lassen sich gewisse Tendenzen erkennen. Wenn hier dennoch der Begriff „Regel" verwendet wird, dann in dem lockeren Sinn, dass auch Ausnahmen, manchmal sogar viele Ausnahmen möglich sind. Zunächst soll der Einfluss der beteiligten Vokale in den Teilausdrücken untersucht werden. Dazu wird die (vereinfachte) Tabelle der Merkmale dieser Vokale, die zu ihrer Klassifizierung dienen72, herangezogen: vordere Vokale hintere Vokale hohe Vokale i .-------r[y] u runde Vokale mittlere Vokale e ö o niedere Vokale ä [e] a nicht-runde Vokale Es treten im Wesentlichen die folgenden Kombinationen auf: Hauptvokal73 (oder Diphthong) im 1. Wort Hauptvokal (oder Diphthong) im 2. Wort Merkmale, Anmerkungen 1. Wort 2. Wort a) i (auch ü) a (auch au, ei, ai) i, ü [+ vorne, + hoch], a [+ hinten, + nieder], in au ist der Laut a enthalten b) i o (auch oi, äu, eu) i [+ vorne, + hoch], o [+ hinten, + mittel], in oi, äu und eu ist der Laut o enthalten c) i (auch ü) e i, ü [+ vorne, + hoch], e [+ vorne, + mittel] d) i ä [a] i [+ vorne, + hoch], ä [+ vorne, + nieder] e) u (auch au) a (auch au, ai, ei) u [+ hinten, + hoch], a [+ hinten, + nieder], au enthält u, ai und ei enthalten den Laut a, auf u folgt...

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