Show Less

Das Recht der digitalen Filmverwertung

Recht, Ökonomie, Technik und Wettbewerb von On-Demand-Portalen und Online-Plattformen mit einer rechtsvergleichenden Betrachtung des deutschen und österreichischen Datenbankrechts

Moritz Stegmann

Neue Angebote, neue Herausforderungen und Chancen für Urheber und Verwerter. Die Verwertung von Filmen befindet sich im Wandel. Technische Innovationen und neue Geschäftsmodelle führen zu nachhaltigen Veränderungen der Filmdistribution, bislang ist jedoch die Literatur nur in Ausschnitten und Einzelfragen auf diese Entwicklung eingegangen. Ziel der Untersuchung ist eine interdisziplinäre Gesamtdarstellung der digitalen Filmverwertung für bestehende und neue Marktteilnehmer von On-Demand-Portalen und Online-Plattformen. Neben Grundlagen zur Einordnung der digitalen Filmverwertung befasst sich die Arbeit im Schwerpunkt mit rechtlichen Rahmenbedingungen und der Frage nach eigenen Rechten von Verwertern im Bereich der digitalen Filmverwertung. Ökonomie, Wettbewerb und rechtliche Spannungsfelder zum Wettbewerbs- und Kartellrecht runden den Gesamtüberblick ab.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

Teil I. Grundlagen der digitalen Filmverwertung

Extract

A. Der Film I. Historische Einordnung und Entwicklung Der Film als Wirtschaftsgut und Kulturgut kann auf eine bewegte Entwicklung im letzten Jahrhundert zurückblicken. Die Faszination Film geht zurück auf die Darstellung von bewegten Bildern. Der Vorläufer des Films basiert auf der La- terna Magica, einem einfachen wie genialen technischen Projektionsprinzip des 18. Jahrhunderts5. Mit der Entwicklung des Trägermaterials Celluloseacetat für den (Roh-)Film begann die eigentliche Entwicklung des Films auf Zelluloid bzw. Cellulosenitrat. Von den ersten Apparaten6 und bewegten Bildern, wie der Filmkamera des Franzosen Louis Le Prince, oder dem Bioscop und seinen „le- benden Photographien“ von Max Skladanowsky7, dem berühmten Cinémato- graphen der Brüder Lumière, über die Stummfilmzeit und die ersten Spielfilme in Farbe bis hin zu Spielfilmen mit computergenerierten Spezialeffekten in Multiplex-Kinos, der Film hat im Laufe der Zeit nie an Faszination verloren. Der Akt des Zeigens und die Wahrnehmung von visuellen und inszenierten Wirklichkeitsfiktionen löst im Kopf des Zuschauers eine Reaktion aus, die bei Spielfilmen als individueller und sogar auch kollektiver Traum wahrgenommen wird und wohl nie ihren Reiz verlieren wird8. Die Entwicklung des Films kann seit seiner Entstehung, ob seit dem 01.November 18959 oder erst seit dem ver- meintlichen Geburtstag am 28.Dezember 189510, historisch in acht Phasen ein- geteilt werden11. Prägend für die Geschichte und Entwicklung des Films waren insbesondere der technische, der ökonomische und der gesellschaftliche Wandel. Die technischen Verbesserungen haben sich auf die Fortentwicklung des Films und seine Distribution nicht negativ ausgewirkt,...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.