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Das Recht der digitalen Filmverwertung

Recht, Ökonomie, Technik und Wettbewerb von On-Demand-Portalen und Online-Plattformen mit einer rechtsvergleichenden Betrachtung des deutschen und österreichischen Datenbankrechts

Moritz Stegmann

Neue Angebote, neue Herausforderungen und Chancen für Urheber und Verwerter. Die Verwertung von Filmen befindet sich im Wandel. Technische Innovationen und neue Geschäftsmodelle führen zu nachhaltigen Veränderungen der Filmdistribution, bislang ist jedoch die Literatur nur in Ausschnitten und Einzelfragen auf diese Entwicklung eingegangen. Ziel der Untersuchung ist eine interdisziplinäre Gesamtdarstellung der digitalen Filmverwertung für bestehende und neue Marktteilnehmer von On-Demand-Portalen und Online-Plattformen. Neben Grundlagen zur Einordnung der digitalen Filmverwertung befasst sich die Arbeit im Schwerpunkt mit rechtlichen Rahmenbedingungen und der Frage nach eigenen Rechten von Verwertern im Bereich der digitalen Filmverwertung. Ökonomie, Wettbewerb und rechtliche Spannungsfelder zum Wettbewerbs- und Kartellrecht runden den Gesamtüberblick ab.

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Teil III. Eigene Schutzrechte der Verwerter

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Die digitale Filmverwertung in Zugriffs- und Abrufdiensten erfolgt über eigene Verwertungsplattformen und Online-Portale. Die Unternehmen bedienen sich für ihr Informations- und Entertainmentangebot, bestehend aus einer Vielzahl urheberrechtlich geschützter Werke und Inhalte, der Präsentation auf Webseiten und in Datenbanken, die über einen elektronischen Informationsweg abrufbar sind. Im folgenden Teil werden die dargestellten Dienste rechtlich daraufhin un- tersucht, ob die anbietenden Unternehmen für sich eigene Schutzansprüche be- anspruchen können. Kapitel I. Rechtslage in Deutschland A. Schutzansprüche und Grundlagen zu Datenbanken I. Einführung Ein bedeutender Wirtschaftsfaktor sowie ein wesentlicher Baustein bei der effi- zienten Verwertung von Filmwerken liegen in der Verwendung von Datenban- ken. Eine Datenbank nach dem allgemeinen Wortsinn liegt vor, wenn einzelne Daten oder Informationen zu einer gemeinsamen Menge logisch zusammenge- fasst und geordnet werden779. Eine Datenbank zeichnet sich dadurch aus, dass sie mehr ist als die Summe ihres Inhalts780. Der Wert einer Datenbank liegt nicht allein in der effektiven Speicherung von Informationen, sondern vor allem in der Verwaltung, Pflege, Nutzung, Abfrage und Recherche der Daten; ohne eine Re- cherchemöglichkeit läge noch keine Datenbank vor, sondern schlicht eine unsor- tierte Sammlung bzw. Datenbasis781. Es wird daher im weiteren Verlauf der Bearbeitung auf die Frage des Vor- liegens einer Datenbank näher eingegangen, da der Begriff Datenbank auch nur tatsächlich, ökonomisch und technisch benutzt wird. Die Definition einer Da- tenbank aus der Sicht der Informatik ist rechtsuntechnisch und für die Frage der 779 Vgl. Hübenett, GRUR 1992, 664; Nippe,...

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