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Probleme und Perspektiven sprechwissenschaftlicher Arbeit

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Edited By Ursula Hirschfeld and Lutz Christian Anders

Die Sprechwissenschaft entwickelt für das sprachlich-sprecherische Handeln von Menschen eine fachspezifische Problemsicht und eigenständige Lösungsansätze, die zugleich immer interdisziplinär geprägt sind. Ihre Arbeitsbereiche sind breit gefächert, sie reichen von klinischen Diagnose- und Therapieverfahren über rhetorische und sprechkünstlerische Fragestellungen bis zu normphonetischen Gegenständen und zur Sprachsynthese. Die hier zusammengestellten Publikationsfassungen von Vorträgen, die zu Ehrenkolloquien für Frau Prof. Dr. Eva-Maria Krech und Herrn Prof. Dr. Eberhard Stock gehalten wurden, und weitere Studien zu aktuellen Forschungsarbeiten, beinhalten grundsätzliche Überlegungen zur Positionsbestimmung und zu den Perspektiven einzelner sprechwissenschaftlicher Teildisziplinen. Sie zeigen die engen Zusammenhänge und Berührungspunkte der sprechwissenschaftlichen Teilbereiche und verschiedener benachbarter Wissenschaftsdiziplinen.

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Lutz Ch. Anders Sprach-, Sprech- und Stimmstörungen — Kontinuität und Öffnung 25

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Sprach-, Sprech- und Stimmstörungen — Kontinuität und Öffnung Lutz Christian Anders, Halle 1 Dynamik der Fachentwicklung Gegenstand dieser Darlegungen ist das Lehr- und Forschungsfeld Sprach-, Sprech- und Stimmstörungen am Institut für Sprechwissenschaft und Phonetik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg; es soll daher an dieser Stelle nicht um berufspolitische Fragen Klinischer Sprechwissenschaftler gehen, son- dern um Probleme, die das sprechwissenschaftliche Lehrgebiet betreffen - insbe- sondere um neue Inhalte im Fach. Stärker als in den anderen sprechwissen- schaftlichen Teilgebieten ist der inhaltliche Rahmen in diesem Arbeitsgebiet ex- tern fixiert; in erster Linie ist er durch die klinische Praxis geprägt, d. h. durch die Anzahl und Art der im klinischen Bereich auftretenden und zu behandelnden Störungsbilder. Dies könnte zu der Annahme führen, dass damit die zu vermit- telnden Inhalte für alle Zeiten festgeschrieben wären, denn natürlich "entstehen" oder "verschwinden" Störungsbilder nicht. Dennoch gibt es keinen statischen, unverrückbaren Kanon der Gegenstände unseres Gebietes: Insgesamt ist ein quantitativer Zuwachs des zu verarbeitenden Wissens zu ver- zeichnen. Neue Gegenstände sind zu berücksichtigen, sie werden in den Kanon der vermittelten Inhalte aufgenommen, daneben rücken bestehende Inhalte — al- lerdings viel seltener und niemals vollständig — in den Hintergrund. • Der Zuwachs resultiert erstens aus der Neuaufnahme von Störungsbildern in das therapeutische Arbeitsgebiet; als Beispiel sei die Dysphagie ge- nannt. • Zweitens ist eine stetige Weiterentwicklung der diagnostischen Methoden zu berücksichtigen; hier sei die Hochgeschwindigkeitskinematographie und -videographie in der Diagnostik von Stimmstörungen...

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