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Mehrsprachigkeit aus der Perspektive zweier EU-Projekte

DYLAN meets LINEE

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Cornelia Hülmbauer, Eva Vetter and Heike Böhringer

Mehrsprachigkeit wirkt auf verschiedensten Ebenen. Innerhalb der EU sind insbesondere Ansprüche sozio-politischer Art augenfällig. Der Band hinterfragt die europäische Mehrsprachigkeit als Chance und Herausforderung für die Wissensgesellschaft. Ausgangspunkt der Beiträge ist ein verbal-Workshop während der 36. Österreichischen Linguistiktagung (Wien, 2008). Dabei tauschten sich mit Wien assoziierte oder eng kooperierende Forschende aus den zwei EU-Großprojekten DYLAN (Language Dynamics and Management of Diversity) und LINEE (Languages in a Network of European Excellence) über erste Ergebnisse aus. Die schriftliche Fassung der Beiträge zeigt die Mehrdimensionalität und die Fragmentiertheit des Konzepts und des Forschungsbereichs Mehrsprachigkeit auf und lädt gleichzeitig zum Überschreiten disziplinärer wie geografischer Grenzen ein.

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Die beiden EU-Projekte zum Thema Mehrsprachigkeit

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Zwei EU-Projekte zum Thema Mehrsprachigkeit 43 Rosita Rindler Schjerve LINEE – Languages in a Network of European Excellence. 6. EU-Rahmenprogramm unter PRIORITY 7 “Citizens and Governance in a Knowledge-based Society” 1 Projektdesign LINEE – Languages in a Network of European Excellence wird im 6. EU Rah- menprogramm durchgeführt und umfasst neun Partner (Universitäten Bozen, München, Poznan, Prag, Southampton, Szeged, Zagreb, Wien und schließlich Bern als Koordinator1). Das Projekt startete 2006 und hat eine Laufzeit von vier Jahren. LINEE gliedert sich in vier große thematische Bereiche (TA), nämlich TA_A Language, Identity and Culture, TA_B Language Policy and Planning, TA_C Multilingualism and Education und TA_D Language and Economy. Diese die- nen als Ausgangsbasis, über die die zentralen Triebfaktoren der europäischen Mehrsprachigkeit erfasst werden sollen. Die analytische Auseinandersetzung mit den Prozessen der Mehrsprachigkeit in diesen vier Bereichen verspricht nämlich Informationen darüber, wie die EU und die Mitgliedsstaaten sich mit Mehr- sprachigkeit identifizieren, wie sie diese politisch planen, wie sie die bildungs- spezifischen Grundlagen für die Förderung von Mehrsprachigkeit bereitstellen, und wie sie den mehrsprachigen Herausforderungen des gemeinsamen Marktes begegnen. Der Vermutung folgend, dass die politischen Lösungen auf der supra- nationalen, der nationalen und der regionalen Ebene von unterschiedlichen Bedürfnissen und Voraussetzungen getragen sind, wurden die vier thematischen Bereiche nach diesen drei Ebenen jeweils weiter differenziert. Daraus ergaben 1 Die Universität Bern fungiert seit Beginn 2008 als Netzwerk-Koordinator, nachdem die anfänglich koordinierende Katholische Universität Brüssel...

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