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Interkulturelle Erkundungen

Leben, Schreiben und Lernen in zwei Kulturen- Teil 1

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Edited By Andrea Benedek, Renata Alice Crisan and Szabolcs János

Der Band vereint die Beiträge der IV. Internationalen Germanistentagung, die unter dem Titel Interkulturelle Erkundungen. Leben, Schreiben und Lernen in zwei Kulturen im September 2010 an der Christlichen Universität Partium in Oradea (Rumänien) stattfand. Der im Zeichen der Interdisziplinarität gestaltete Band beinhaltet sowohl Studien zu Literaturgeschichte, Theaterwissenschaft, Presseforschung als auch Beiträge zu den deutschen Regionalliteraturen und zur Rezeptionsgeschichte der deutschen Literatur im nichtdeutschsprachigen Raum.

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Die ungarische Literatur vor dem Ausland, dargestellt von Ludwig Hatvany. Zsuzsa Bognár (Piliscsaba)

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Die ungarische Literatur vor dem Ausland, dargestellt von Ludwig Hatvany Zsuzsa Bognár (Piliscsaba) Einführung Ludwig Hatvany ist in der ungarischen Literaturgeschichtsschreibung zunächst als großzügiger Mäzen, Förderer des Nyugat-Kreises und vor allem von Endre Ady bekannt. Weniger bekannt und kaum gewürdigt ist sein eigenes Schrifttum, obwohl er bereits kurz nach der Jahrhundertwende mit einer Vielfalt von publi- zistischen, literaturgeschichtlichen und schriftstellerischen Arbeiten zu Wort meldete. Von diesen Texten wurden die deutschsprachigen in der Forschung beinahe völlig ausgeklammert, obwohl etwa die Hälfte zunächst auf Deutsch erschienen ist. Hatvany, geborener Deutsch, gehörte zu derjenigen Generation der hochge- bildeten jüdischen Intellektuellen, die es sich infolge der großen wirtschaftlich- finanziellen Karriere ihrer Väter leisten konnte, sich ihren geistigen Interessen völlig hinzugeben. Um den Widerspruch zwischen dem geerbten gesellschaftli- chen Status und der frei gewählten Berufung auszudrücken, bezeichnet ihn sein Biograph, Péter Sz. Nagy, als „Citoyen Baron“.1 Hatvany ist in eine der reichsten Familien Ungarns geboren. Zweitsprachig aufgewachsen, besuchte er die Universität in Berlin, wo er klassische Philologie studierte. Seine ersten Buchpublikationen, Die Wissenschaft des Nicht- Wissenswerten vom Jahre 1908 und der Essayband Ich und die Bücher vom Jah- re 1910 haben in Deutschland gleich ziemlich reges Interesse ausgelöst. Um die- se Zeit veröffentlichte er Belletristisches, Feuilletons und auch Kritiken in der Neuen Rundschau, der renommiertesten deutschsprachigen Zeitschrift der Mo- derne. Bereits früher schon publizierte er auch in verschiedenen ungarischen Zeitungen...

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