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Interkulturelle Erkundungen

Leben, Schreiben und Lernen in zwei Kulturen- Teil 1

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Andrea Benedek, Renata Alice Crisan and Szabolcs János

Der Band vereint die Beiträge der IV. Internationalen Germanistentagung, die unter dem Titel Interkulturelle Erkundungen. Leben, Schreiben und Lernen in zwei Kulturen im September 2010 an der Christlichen Universität Partium in Oradea (Rumänien) stattfand. Der im Zeichen der Interdisziplinarität gestaltete Band beinhaltet sowohl Studien zu Literaturgeschichte, Theaterwissenschaft, Presseforschung als auch Beiträge zu den deutschen Regionalliteraturen und zur Rezeptionsgeschichte der deutschen Literatur im nichtdeutschsprachigen Raum.

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Mythos und Geschichte, Isolation und Entfremdung in der„mittelalterlichen“ Utopia des Theaterstücks Die Ritter der Tafelrunde (1989) von Christoph Hein. Alexandra Chiriac (Iasi)

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Mythos und Geschichte, Isolation und Entfremdung in der „mittelalterlichen“ Utopia des Theaterstücks Die Ritter der Tafelrunde (1989) von Christoph Hein Alexandra Chiriac (Ia�i) König Artus: Werden Ideen auch alt Merlin? Altern und sterben sie dahin wie Menschen? […]– altern die Ideen auch? Und unser Reich, Merlin? (Tankred Dorst: Merlin oder das wüste Land, S. 131) Merlin: Du meinst, die Geschichte widerlegt die Utopie? König Artus: Ich habe zu lange gelebt! (Tankred Dorst: Merlin oder das wüste Land, S. 275) Christoph Heins dramatische Werke beschäftigen sich vornehmlich mit dem Scheitern des revolutionären Impetus und den persönlichen Schwächen der re- volutionsbegeisterten sozialistischen Intellektuellen. Stark im Kontext der DDR- Gesellschaft verankert, bewegen sich seine Theaterstücke frei durch unter- schiedliche historische Momente, aber nicht in Form von Historiendramen oder politischen „Enthüllungsspielen“, sondern fast alle seine Werke stellen persönli- che Erfahrungen und individuelle Schicksale dar. Hein erzählt „Geschichten, in denen der Einzelne in den Vordergrund gerückt ist mit seinen Sehnsüchten und 430 Alexandra Chiriac seinem ‚Sich-Einrichten im Privatem’“1. Im Zentrum befindet sich also immer das Individuum als Subjekt einer um ihn unabhängig laufenden Geschichte: In der Geschichte der Welt und der einzelnen Länder aber gab es und gibt es keine Wendepunkte. Hier ist alles die Folge einer Folge einer Folge; Stufen die hinauf und hinab führen, eine Aneinanderreihung von Schritten, beschleunigt und verzögert, nutzbringend und schädlich, und jeder Schritt ist abhängig von allen...

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