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Kartellrechtliche Durchsetzungsstrategien in der Europäischen Union, den USA und Deutschland

Eine rechtsvergleichende Untersuchung

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Florian Leib

Im Jahr 2001 legte der Europäische Gerichtshof durch seine Courage-Rechtsprechung den Grundstein für einen Paradigmenwechsel in der Durchsetzung des europäischen Kartellrechts. Von nun an sollte jeder Unionsbürger, der Opfer von Kartellen oder marktbeherrschenden Unternehmen geworden ist, Schadensersatz vor den Gerichten seines Heimatstaates einklagen können. Der deutsche Gesetzgeber setzte die Vorgaben des Gerichtshofes im Rahmen der 7. GWB-Novelle um und wertete den Individualschutz von Betroffenen damit erheblich auf. Da hier weitgehend Neuland betreten wurde, untersucht die Arbeit die Lösungsansätze anderer Rechtsordnungen für die am meisten diskutierten Fragen im Zusammenhang mit privater Kartellrechtsdurchsetzung. Besonderes Augenmerk wurde auf die Rechtsordnung der USA gelegt, die auf eine über hundertjährige Erfahrung bei der Durchsetzung des Kartellrechts mittels privater Schadensersatzklagen zurückblicken kann.

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Inhaltsverzeichnis

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Vorwort .............................................................................................................. VII Literaturliste ....................................................................................................... XV Einleitung .............................................................................................................. 1 Kapitel 1: Bestimmung des Schutzzwecks als Voraussetzung ausgeprägten kartellrechtlichen Individualschutzes ........................... 5 I. Das Kartellprivatrecht in der Schutzzweckdiskussion .................................. 5 II. Schutzzweck der Wettbewerbsregeln der Europäischen Union .................... 9 III. Verhältnis zwischen nationalen Wettbewerbsregeln und den Wettbewerbsregeln der Gemeinschaft ........................................................ 10 1. Tatbestandsebene .................................................................................. 10 2. Rechtsfolgenseite .................................................................................. 14 Kapitel 2: Kartellrechtlicher Individualschutz außerhalb von Schadens- ersatzansprüchen .............................................................................. 17 I. Nichtigkeitseinwand ................................................................................... 17 1. Wirksamkeit der Folgeverträge ............................................................. 18 2. Partielle Nichtigkeit von Folgeverträgen – geltungserhaltende Reduktion .............................................................................................. 20 3. Praktikabilität für den Kläger ................................................................ 24 4. Verhältnis zum Schadensersatzanspruch ............................................... 28 II. Anfechtbarkeit der Folgeverträge ............................................................... 30 III. Ansprüche auf Unterlassung und Beseitigung aus § 33 Abs. 1, Satz 1 GWB ........................................................................................................... 33 1. Anspruchsvoraussetzungen ................................................................... 33 2. Rechtsfolgen .......................................................................................... 34 3. Abgrenzung zum Schadensersatzanspruch ............................................ 35 4. Der Unterlassungsanspruch im US-amerikanischen Antitrustrecht ...... 37 X Kapitel 3: Kartellrechtliche Schadensersatzansprüche nach § 33 Abs. 3 GWB und Section 4 Clayton Act ..................................................... 39 I. Verschulden ................................................................................................ 39 II. Schaden – haftungsausfüllender Tatbestand ............................................... 41 1. Naturalrestitution ................................................................................... 41 2. Geldersatz .............................................................................................. 43 Kapitel 4: Klagebefugnis mittelbarer Abnehmer und Schadensabwälzung ...... 49 I. Zulässigkeit der passing-on defense ........................................................... 50 1. Schadensersatzansprüche nach § 33 GWB ............................................ 50 2. Ansprüche nach Section 4 Clayton Act ................................................... 54 a) Ausschluss der passing-on defense durch Hannover Shoe......... 54 b) Entwicklung der direct purchaser rule durch Illinois Brick ....... 56 c) Reaktionen auf den kategorischen Ausschluss von Klagen mittelbarer Abnehmer ................................................................ 59 d) Schadenszuordnung und Schadensberechnung bei parallelen Klagen direkter und indirekter Abnehmer ................................. 63 e) Ausschluss von Klagen indirekter Abnehmer durch andere Rechtsinstitute...

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