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Vom mystischen Schweigen zum Reden aus Gewissheit

Wittgensteins Sprachparadigmen theologisch gedeutet – mit einer Anwendung auf Tillichs Symboltheorie

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Karsten Schneider

Diese Untersuchung beschäftigt sich mit den Bedingungen der Möglichkeit sinnvoller religiöser Rede auf dem Hintergrund der Überlegungen Wittgensteins. Scheinen zunächst – dem eindimensionalen Sprachparadigma seiner Frühphilosophie entsprechend – keine solchen Bedingungen benennbar, so ergeben sich durch das mehrdimensionale Sprachparadigma der Spätphilosophie ganz neue Möglichkeiten. Jetzt sind nicht nur die Bedingungen der Möglichkeit sinnvollen religiösen Redens auf neue Weise wieder gegeben, sondern auch konkrete Aussagen über die Art und Weise theologischen Redens mit gesetzt. Demnach verbieten sich bestimmte, vor allem vermittlungstheologische Denkweisen, weil sie auf Vorstellungen beruhen, die nach Wittgenstein nicht mehr haltbar sind. Als eine Aufgabe von Theologie wird nun die Darstellung der Selbstvergewisserung der eigenen so genannten grammatischen Sätze deutlich. Aus dieser Perspektive heraus wird skizziert, wie die Symboltheorie Paul Tillichs weiter entwickelt werden müsste, um die fundamentaltheologischen Implikationen der Philosophie Wittgensteins aufzunehmen.

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Abkürzungsverzeichnis

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Die Abkürzungen folgen Siegfried M. Schwertner, Internationales Abkürzungs- verzeichnis für Theologie und Grenzgebiete. Zweite, überarb. und erw. Aufl., Berlin/New York 1992 (IATG2). Zusätzliche Abkürzungen (nähere Angaben s. im Literaturverzeichnis): BFGB = „Bemerkungen über Frazers Golden Bough“ von L. Wittgenstein BLF = „Bemerkungen über logische Form“ von L. Wittgenstein GT = „Geheime Tagebücher“ von L. Wittgenstein GW = „Gesammelte Werke“ von P. Tillich KD = „Kirchliche Dogmatik“ von K. Barth PU = „Philosophische Untersuchungen“ von L. Wittgenstein STh = „Systematische Theologie“ von P. Tillich TLP = „Tractatus logico-philosophicus“ von L. Wittgenstein TB = „Tagebücher 1914 - 1916“ von L. Wittgenstein UuW = „Ursache und Wirkung“ von L. Wittgenstein ÜG = „Über Gewißheit“ von L. Wittgenstein VB = „Vermischte Bemerkungen“ von L. Wittgenstein VuG = „Vorlesungen und Gespräche über Ästhetik, Psychoanalyse und religiösen Glauben“ von L. Wittgenstein VüE = „Vortrag über Ethik“ von L. Wittgenstein Bibelzitate Alle Bibelzitate, sofern sie nicht selbst wieder in Zitaten enthalten sind, nach „Die Bibel nach der Übersetzung Martin Luthers – Bibeltext in der revi- dierten Fassung von 1984, hg.v. der Evangelischen Kirche in Deutschland und vom Bund der Evangelischen Kirchen in der DDR, Stuttgart 1985“. Zur Verwendung der Anführungszeichen „ ... “ = Normales Zitat, aber auch einzelne Begriffe, die aus der besprochenen Literatur übernommen werden. ` ... ´ = Gängige Termini aus der Philosophie- oder Theologiegeschichte, die ohne weitere Verweise benutzt werden. Auch Zitate oder Anführungen innerhalb eines Zitates. ‚ ... ‘ = Ausdruck des Verfassers.

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