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Phraseme mit temporaler Bedeutung im Weißrussischen und Deutschen

Eine kontrastive Studie

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Katja Ilyashava

Diese Arbeit bietet einen kontrastiven Vergleich von Phraseologismen mit temporaler Bedeutung im Weißrussischen und Deutschen. Ziel der Analyse sind Parallelen, Differenzen und Entsprechungen in der phraseologischen Realisierung der Zeitwahrnehmung durch beide Sprachgemeinschaften. Um ethnolinguistische Spezifika und Gemeinsamkeiten des sprachlichen Weltbildes im Funktionieren von Phraseologismen aufzuzeigen, werden als Datenbasis grundsätzlich Texte herangezogen. Im Mittelpunkt der Analyse stehen Fragen der Adäquatheit in der Wiedergabe von Konzepten temporaler Sachverhalte. Die Ergebnisse der kontrastiven Untersuchung liefern einen Beitrag zur charakterologischen Typologie des Weißrussischen und Deutschen sowie zur Erstellung eines ideographischen Wörterbuches phraseologischer Einheiten beider Sprachen.

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2. Kontrastive Grundlage der Studie

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2.1 Datenkorpus der kontrastiven Analyse Grundlage für diese kontrastive Studie bilden standardsprachliche phra- seologische Einheiten mit temporaler Bedeutung im Deutschen und Weißrussischen. Als phraseographische Quellen dienen für das Deutsche der „DUDEN: Redewendungen. Wörterbuch der deutschen Idiomatik“ (2008) und für das Weißrussische das zweibändige „Sloŭnik frazealagizmaŭ“ von Lepešaŭ (2008) sowie das „Frazealagičny sloŭnik movy tvoraŭ Ja. Kolasa“ von Aksami- taŭ (1993). Im Vergleich zur deutschen phraseographischen Tradition, die dem Wissen- schaftler eine große Auswahl an phraseologischen Wörterbüchern bietet, ist es um solche für das Weißrussische schlechter bestellt. Zu den bekannten lexiko- graphischen bzw. phraseographischen Quellen der weißrussischen Gegenwarts- sprache, in denen die Phraseologie des Weißrussischen mehr oder weniger voll- ständig vertreten ist, gehören solche wie „Tlumačalʼny sloŭnik belaruskaj movy“ (TSBM) (1977-1984) in fünf Bänden, das „Frazealagičny sloŭnik movy tvoraŭ Ja. Kolasa“ (FSMK) von Aksamitaŭ (1993), das zweibändige „Frazeala- gičny sloŭnik belaruskaj movy” (FSBM) (1993) und das „Sloŭnik frazealagiz- maŭ“ (SF) (2008) von Lepešaŭ. Obwohl das TSBM vorgibt, den gesamten stan- dardsprachlichen phraseologischen Wortschatz zu erfassen, offenbart sich bei näherer Betrachtung, dass in Wirklichkeit nur wenige phraseologische Einheiten ihren Platz in diesem Wörterbuch gefunden haben. Das ist vermutlich u. a. da- rauf zurückzuführen, dass es sich beim TSBM um eine lexikographische Arbeit handelt und die Phraseme letztlich nur fragmentarisch festgehalten werden. Zudem wird hier lediglich die...

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