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Die Bedeutung der Wirtschaft

Ein Weg aus der Knechtschaft

Wolfgang Senz

Die Marktwirtschaft, wie sie bisher in Form der Neoklassik in der Geschichte Realisierung gefunden hat, ist als reduktionistische Konstruktion zurückzuweisen bzw. ist fortgesetzt zu einem adäquaten Verstehen von Wirtschaft und ihrer Bedeutung vorzudringen. Dieses Vordringen, das die Marktwirtschaft nicht verlässt (!), muss von einer konsequent philosophischen – dialektischen – Argumentation getragen sein, der es alleine zukommt, die Menschen ihrer Würde gemäß betrachten zu können. Die Neoklassik verweigert den Diskurs mit der dialektischen Philosophie, da sie anders ihre begründungstheoretischen Defizite nicht maskieren kann. In Form der Position J. M. Keynes’ ist der bisher geschichtlich realisierten Marktwirtschaft ein Denken erwachsen, das den Weg zu dem adäquaten Verstehen der Bedeutung der Wirtschaft aus ökonomischer Perspektive vorzeigt. Dieses Buch skizziert, wieso die Bedeutung der Wirtschaft notwendig aus einer philosophischen Argumentation heraus zu verstehen ist, wie diese aussieht, wie sie mit der fachwissenschaftlich-ökonomischen Argumentation zu verknüpfen ist und wieso es Keynes’ Position ist, die hierbei mit der philosophischen Argumentation zu verflechten ist.

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Vorwort

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Wir leben in einer Gesellschaft, die einem eigentümlich einfachen Weltbild huldigt. Bedenkt man, dass dieses gegenwärtige Weltbild z.B. (und nicht zuletzt) von der Quantentheorie und der Relativitätslehre bestimmt wird, so scheint der einleitende Satz kaum Plausibilität für sich in Anspruch nehmen zu können. Beide Theorien sind wohl nicht als „einfach“ zu bezeichnen und generell kann nicht davon gesprochen werden, dass es sich die Wissenschaft auf dem Wege zu diesen Theorien „einfach“ gemacht hat. Nun handelt aber das vorliegende Buch nicht von der Quantentheorie und der Relativitätstheorie, sondern von der Wirt- schaft bzw. Ökonomie. Auch in dem hiermit bezeichneten Feld trifft man auf die Diskussion bestimmende Theorien, die alles andere als „einfach“ sind; wovon hiermit die Rede ist verdeutlicht bereits der flüchtigste Blick auf den mathema- tischen Aufwand, den z.B. Kenneth Arrow und Gerard Debreu im Rahmen ihrer Arbeiten betreiben. Was also soll es mit der Aussage auf sich haben, dass die gegenwärtige Gesellschaft „einfachen“ („einfach gestrickten“) Theorien huldigt? So kompliziert besagte Theorien auch sein mögen, in einer Hinsicht sind sie simpel: Der empirische Blick in die Werdewelt wird als unmittelbarer Zugang zum Sein bzw. Seienden verstanden. Mag dies auch zutreffen, so werden die Protagonisten der gegenwärtigen Gesellschaft einwenden, „falsch“ ist es sicher- lich nicht. Die Komplexität metaphysischen Denkens – das diese Unmittelbar- keit zurückweist - mag zwar nicht erreicht werden, doch sei hieran nichts aus- zusetzen: Illusionen, Hirngespinsten etc. nachzujagen mag zwar kompliziert sein, vielleicht sogar intellektuell anregend,...

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