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Porträts in italienischen Romanen des 19. Jahrhunderts

Dargestellt an Beispielen aus Alessandro Manzonis "I promessi sposi</I>, Ippolito Nievos "Confessioni d’un italiano</I> und Giovanni Vergas "Mastro-don Gesualdo</I>

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Johanna Hellermann

Die Beschreibung des äußeren Erscheinungsbildes einer Romanfigur in italienischen Romanen des 19. Jahrhunderts dient nicht allein der Evozierung eines konkret umrissenen Bildes vor dem geistigen Auge des Rezipienten. Die formale und inhaltliche Auseinandersetzung mit ausgewählten Porträts aus den zwischen 1821 und 1889 entstandenen Romanen I promessi sposi, Confessioni d’un italiano und Mastro-don Gesualdo zeigt vielmehr, dass die Personenbeschreibung vielfältige Funktionen erfüllt: Sie verhilft unter anderem, die interne Hierarchie des Figurenpersonals abzubilden, und dient der Widerspiegelung individueller Wesenszüge, der Darstellung eines Reifeprozesses, der Spannungssteigerung sowie der kritischen Beurteilung seitens der Erzählinstanz. Ihr gebührt daher größtmögliche Aufmerksamkeit.

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4. Formale und inhaltliche Analyse ausgewählter Personenbeschreibungen aus italienischen Romanen des 19. Jahrhunderts

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Das sich anschließende Kapitel dieser Arbeit widmet sich zunächst dem aus drei überaus bedeutsamen italienischen Romanen des 19. Jahrhunderts bestehenden literarischen Korpus, welches dem Forschungsvorhaben zugrunde liegt. Ziel ist es, die signifikantesten Eigentümlichkeiten der Werke zu präsentieren und ihre Entstehungsgeschichte in gebotener Kürze zu umreißen. Das nachfolgende Kapitel 4.2 befasst sich dagegen mit der zu den einzelnen Themengebieten bislang veröffentlichten Sekundärliteratur. Aufgrund der im- mensen Vielzahl von wissenschaftlichen Publikationen werden jedoch aus- schließlich die besonders bedeutsamen Standardwerke zu den drei unterschied- lichen Schriftstellern und Romanen sowie die den spezifischen Untersuchungs- gegenstand tangierende Forschungsliteratur eingehender präsentiert. Im Anschluss an diese prägnanten Ausführungen finden die im vorangehen- den theoretischen Teil der vorliegenden Arbeit ausführlich präsentierten Analy- sekriterien schließlich konkrete Anwendung: Mit Hilfe jener exemplifizierten Kriterien werden sowohl die individuelle formale Struktur wie auch der Inhalt der den Forschungsgegenstand bildenden Personenbeschreibungen aus den drei italienischen Romanen umfassend untersucht und sodann interpretiert. Wie im zweiten Kapitel bereits angekündigt, beinhaltet jede Einzelanalyse zudem eine direkte Gegenüberstellung der Beschreibung des äußeren Erscheinungsbildes einer Romanfigur und deren sich dem unvoreingenommenen Rezipienten erst im Verlauf der gesamten Romanhandlung erschließenden Wesens. Auf diese Weise gilt es, zu verifizieren, ob die entsprechende Präsentation als literarisches Porträt zu klassifizieren ist, ob also der individuelle Charakter der Figur über die Schil- derung ihres Äußeren kommuniziert wird und dieses somit als wesentlicher Be- standteil der Figurencharakterisierung zu betrachten ist. Zuletzt werden...

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